Bankhaus wölbern und HSBC Trinkaus & Burkhardt derzeit im Mittelpunkt Interesse an Privatbanken ist groß

Bei den Privatbanken läuft in Deutschland derzeit das Endspiel. Viele eigenständige Häuser sind in den vergangenen Jahrzehnten verschwunden. Deshalb sind die wenigen vorhandenen Adressen begehrt. Dies zeigten zuletzt die Übernahmen der BHF-Bank durch Sal. Oppenheim oder der Weberbank durch die WestLB und aktuell der Bieterstreit um das Bankhaus Wölbern sowie die Spekulationen um HSBC Trinkaus & Burkhardt.

cd/lip FRANKFURT. Die britische Barclays Bank will die südafrikanische Absa-Gruppe übernehmen und sich danach von der deutschen Absa-Tochter Wölbern trennen. Als neuer Interessent für das Bankhaus Wölbern hat sich jetzt die Hamburger Privatbank M.M. Warburg ins Spiel gebracht. Fraglich ist nur, ob das renommierte Bankhaus wirklich den Zuschlag erhält. Denn die Schlange der kapitalkräftigen Interessenten ist lang, die offenbar bis zu 150 Mill. Euro auf den Tisch blättern wollen. Dazu gehören die beiden Hamburger Schiffsfondsanbieter MPC und HCI sowie die Landesbanken HSH Nordbank, WestLB und NordLB.

Das Bankhaus Wölbern wäre für Finanzinstitute interessant, die vor allem ihr Portfolio bei Immobilienfonds ausbauen wollen. Hierzu gehören MPC und HCI. Die Wölbern Bank ist durch ihre Hollandfonds bekannt und in den vergangenen Jahren kräftig gewachsen. Sie will offenbar in Kürze auch auf dem englischen Markt einsteigen. Begleitet wird der Verkauf des Bankhauses Wölbern durch die UBS.

Das große Interesse an den Privatbanken verdeutlichen die Spekulationen um die Privatbank HSBC Trinkaus & Burkhardt. Die beiden Gesellschafter – HSBC und die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) – haben zuletzt über die Zukunft des Düsseldorfer Instituts gesprochen. Die Stuttgarter würden die Bank gerne ganz übernehmen, bisher ist die LBBW Minderheitsaktionär. Völlig offen ist aber noch, was die britische Mutterbank mit ihrer deutschen Tochter machen will.

Die LBBW hatte bereits durch die Übernahme der privaten BW-Bank ihr Geschäft ausgebaut. Durch einen Kauf von Trinkaus & Burkhardt (T&B) könnte die Landesbank im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen stärker Fuß fassen. T&B ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gewachsen und erzielt verglichen mit den meisten inländischen Wettbewerbern hohe Renditen. Die Düsseldorfer sind stark im Firmenkundengeschäft, bei vermögenden Privatkunden und im institutionellen Geschäft. Sie profitieren von dem internationalen Netz der weltweit zweitgrößten Bank HSBC.

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