Bankraub ganz anders: 1,2 Millionen Euro aus Gießener Bank verschwunden

Bankraub ganz anders
1,2 Millionen Euro aus Gießener Bank verschwunden

Überfall auf Geldtransporter, Sprengung von Geldautomaten – so kommen Bankräuber an ihre Beute. Aus einer Gießener Bank ist jetzt eine hohe Geldsumme verschwunden, ganz ohne Gewalt.

FrankfurtDie Meldung klingt kurios. Aus der Zentrale der Volksbank Mittelhessen sollen 1,2 Millionen Euro verschwunden sein. Dabei geht es nicht um einen Buchungsfehler oder um einen Hackerangriff, sondern um 1,2 Millionen Euro in Banknoten, wie der „Gießener Anzeiger“ berichtet. Und die sollen während des laufenden Bankbetriebs abhanden gekommen sein.

Die Volksbank äußert sich nicht zu dem Fall. Die Polizei teilte am Dienstag mit, dass aus einem Geldinstitut wohl ein „höherer Geldbetrag“ entwendet worden sei. Ein Mitarbeiter der Bank habe am späten Montagvormittag angerufen und „mitgeteilt, dass es dort offenbar zu einem Diebstahl einer hohen Geldsumme gekommen war“, so das Polizeipräsidium Mittelhessen. Die Volksbank Mittelhessen zählt zu den größten Genossenschaftsbanken in Deutschland. Unter den Volksbanken ist sie gemessen an der Bilanzsumme die Nummer drei.

Konkret soll es um zum Transport bereit gelegte Geldbündel gegangen sein. Die lagerten der Polizei zufolge in einem öffentlich nicht zugänglichen Bereich. Der „Gießener Anzeiger“ berichtete weiter, dass am Montag vor der Bankzentrale zahlreiche Streifenwagen und Zivilfahrzeuge der Kriminalpolizei gestanden hätten. Zugleich sei der Bankbetrieb normal weitergelaufen, so dass rasch klar war, dass es sich um keinen Überfall handelte.

Ganz anders gehen derzeit Diebe vor, die reihenweise Geldautomaten sprengen. In den vergangenen Monaten sind allein in Nordrhein-Westfalen mehr als 60 Geldautomaten explodiert. Die Täter gehen dabei meist nach diesem  Muster vor: Sie kleben die Geldautomaten ab, sodass keine Luft mehr hindurchkommt.

Anschließend leiten sie Gas hinein und bringen das Gerät letztlich zur Explosion. Dabei haben die Täter einige Millionen Euro erbeutet. Vor allem aber ist der Sachschaden immens. Und man muss befürchten, dass angesichts des gewaltsamen Vorgehens früher oder später auch Menschen verletzt werden.

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