Barclays
Cheffrage wird wohl erst 2016 geklärt

Als vierte europäische Großbank tauscht Barclays den Chef aus. Bei der Suche nach einem Nachfolger für Antony Jenkins lässt sich das Institut Zeit. Kandidaten für den Posten gibt es einige.
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London/New YorkDie britische Großbank Barclays will sich bei der Suche nach einem neuen Chef Zeit lassen. Die Personalie könnte bis zum Jahresende geklärt werden, wahrscheinlicher aber erst im Februar oder März 2016, sagten mehrere mit der Situation Vertraute zu Reuters. Dies habe der Verwaltungsratsvorsitzende und Übergangschef John McFarlane bei einer Mitarbeiterversammlung erklärt. Schon am Mittwoch, als der Rauswurf des bisherigen Bankchefs Antony Jenkins bekanntwurde, hatte McFarlane betont, das Institut stehe nicht unter Zeitdruck. Intern und extern werde nach Kandidaten gesucht.

Jenkins wurde vom Verwaltungsrat die Eignung abgesprochen, die Bank für die Zukunft fitzumachen. McFarlane will den Umbau nun beschleunigen, weil die Aktionäre vor allem mit dem niedrigen Börsenkurs und den hohen Kosten der Bank unzufrieden sind.

Intern könnte Tushar Morzaria eine Chance haben, Jenkins zu beerben. Er war früher Finanzchef im Firmenkunden- und Investmentbanking-Geschäft des US-Rivalen JP Morgan. Auch Jonathan Moulds, der bei Barclays seit Januar für das operative Geschäft zuständig ist und einst bei der Bank of America war, werden Chancen eingeräumt. Als externe Kandidaten werden Experten zufolge unter anderem der Morgan-Stanley -Manager Colm Kelleher und der Chef der Australia and New Zealand Bank, Mike Smith, gehandelt.

Barclays ist bereits die vierte europäische Großbank, die ihren Chef dieses Jahr austauscht. Auch bei der Deutschen Bank, Credit Suisse und Standard Chartered hatte es Wechsel gegeben.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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