Barclays
Manager-Boni erst bei besserer Geschäftslage

Nach Protesten von Investoren hat Barclays zugesichert, die Manager-Boni stärker an den Erfolg der Bank zu knüpfen. Die Hälfte der Boni soll erst ausgezahlt werden, wenn die Kapitalrendite die Kosten wieder übersteigt.
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LondonUnter dem Druck von Anlegern macht die britische Großbank Barclays die Bonuszahlungen an ihre Top-Manager stärker vom Erfolg abhängig. Bankchef Bob Diamond und Finanzvorstand Chris Lucas sollen die Hälfte ihrer in Aktien ausgezahlten Zulagen der kommenden drei Jahre erst bekommen, wenn sich die Geschäftslage des Instituts nach bestimmten Kriterien verbessert.

Hintergrund der Änderung seien Gespräche mit zentralen Investoren und deren engagiert vorgetragene Forderungen nach einer stärkeren Erfolgsorientierung der Boni, teilte die Bank am Donnerstag mit. Zusammen mit seinem Gehalt, den Zulagen und Aktien steuert Diamond auf eine Vergütung von 17 Millionen Pfund für das vergangene Jahr zu.

Diese Ankündigung hatte in der aktuellen Kontroverse über die Bezüge von Top-Managern in der Krise einen Proteststurm der Investoren ausgelöst. Der Gewinn von Barclays war 2011 um drei Prozent auf 5,9 Milliarden Pfund zurückgegangen war. Auch wurde mit 5,8 Prozent die angepeilte Eigenkapitalrendite von 13 Prozent weit verfehlt. Bedingung für eine Zuteilung der Hälfte der Aktienboni in den nächsten drei Jahren ist der Bank zufolge, dass die Kapitalrendite die Rate der Kapitalkosten von derzeit rund zwölf Prozent übersteigt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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