Barmer GEK und Deutsche BKK

Eine Großfusion bahnt sich an

Die Barmer GEK plant einem Medienbericht zufolge die Übernahme der Deutschen BKK. Fusionstermin sei spätestens der 1. Januar 2017. Eine beiderseitige Absichtserklärung soll bereits unterschrieben worden sein.
Die zweitgrößte Ersatzkasse plant die Übernahme der zweitgrößten Betriebskrankenkasse. Quelle: dpa
Barmer GEK

Die zweitgrößte Ersatzkasse plant die Übernahme der zweitgrößten Betriebskrankenkasse.

(Foto: dpa)

BerlinUnter den gesetzlichen Krankenkassen bahnt sich nach einem Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ eine Großfusion an. Die zweitgrößte Ersatzkasse, die Barmer GEK, mit 8,5 Millionen Versicherten wolle die zweitgrößte Betriebskrankenkasse, die Deutsche BKK, mit 1,1 Millionen Kunden übernehmen, schreibt das Blatt. Fusionstermin sei spätestens der 1. Januar 2017. Eine beiderseitige Absichtserklärung sei bereits unterschrieben. Der Sprecher der Barmer GEK sagte der Zeitung, man rede über mögliche Formen der Kooperation. Worin diese letztlich endeten, sei noch völlig offen.

Dem Bericht zufolge wollen die Verwaltungsräte beider Kassen an diesem Freitag das weitere Verfahren klären und den Vorständen konkrete Arbeitsaufträge erteilen. In Kassenkreisen werde eine angespannte finanzielle Lage der Deutschen BKK als Grund für den geplanten Zusammenschluss genannt. Vermutlich müsse sie ihren Zusatzbeitrag im nächsten Jahr weit über den Durchschnitt anheben, was eine Abwanderung vieler Versicherter zur Folge haben könnte.

Gewinner und Verlierer der Krankenversicherungen
Gesetzliche Krankenversicherung
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Nie zuvor gab es mehr Mitglieder als zum 1. Juli 2015 – rund 53,55 Millionen Menschen sind Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Basierend auf Daten des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) veröffentlichte der Dienst für Gesellschaftspolitik (Dfg) ein Ranking der Krankenkassen mit dem größten Mitgliederschwund und den größten Zuwächsen. Wir zeigen die fünf Gewinner und Verlierer der vergangenen sechs Monate.

Verlierer: Barmer GEK
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Die Liste der Verlierer wird angeführt von der Barmer GEK: Die zweitgrößte Krankenkasse Deutschlands verlor insgesamt 39.397 Mitglieder im ersten Halbjahr des Jahres 2015. Bundesweit will die Barmer GEK nun einige Häuser schließen und ihr Netzwerk verkleinern.

Verlierer: DAK-Gesundheit
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Ähnlich schlecht lief es bei der DAK-Gesundheit: Zur Jahresmitte hatte die Krankenkasse 30.532 Mitglieder weniger als noch zum 1. Januar. Zuletzt sorgten Uneinigkeiten mit Pflegediensten für negative Schlagzeilen.

Verlierer: Deutsche BKK
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Ein Minus von 14.070 Mitgliedern verbuchte die Deutsche BKK. Die Betriebskrankenkasse entstand 2003 durch eine Fusion der Volkswagen BKK und der Betriebskrankenkasse Post.

Verlierer: BKK Pfalz
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Insgesamt 209.512 Menschen versichert die BKK Pfalz11.942 Personen weniger als noch zu Jahresbeginn.

Verlierer: IKK Südwest
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Einen Mitgliederschwund von 10.682 Personen hat die IKK Südwest zu beklagen. Insgesamt sind circa 650.000 Menschen dort versichert.

Gewinner: Techniker Krankenkasse
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Den mit Abstand größten Mitgliederzuwachs bekam die Techniker Krankenkasse: 145.825 neue Mitglieder durfte die größte deutsche Krankenkasse seit dem 1. Januar begrüßen.

  • dpa
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