Basel III
Austro-Banken müssen sich schneller absichern

Finanzinstitute, die in Zentral- und Osteuropa aktiv sind, müssen die schärferen Eigenkapitalregeln nach Basel III schon bis August 2013 umsetzen. So sollen sie für neue Krisen gewappnet werden.
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WienÖsterreichs Banken müssen sich schneller als geplant gegen neue Krisen wappnen. Die Aufseher verlangen von der Erste Group, Raiffeisen und der UniCredit -Tochter Bank Austria, dass sie die strengeren Eigenkapitalvorschriften (Basel III) bereits ab Anfang 2013 erfüllen. Damit preschen die Österreicher vor, denn eigentlich hätten die Banken dafür bis Ende 2018 Zeit. Am Markt wird aber erwartet, dass das Gros der europäischen Institute die Kapitalvorschriften ohnehin bereits im Lauf des Jahres 2013 erfüllt.

Basel III sieht für Europas Institute eine harte Kernkapitalquote von bis zu sieben Prozent inklusive Puffer vor. Staatshilfen werden dabei schrittweise weniger angerechnet. Die österreichischen Banken dürfen sie in ihre Kapitalrechnung Anfang 2013 noch mit einfließen lassen.

Die Richtlinie der Aufseher gilt für jene großen österreichischen Banken, die in Zentral- und Osteuropa präsent sind. Die Staatsbank Hypo Group Alpe Adria und das angeschlagene Volksbanken-Spitzeninstitut ÖVAG fallen nicht darunter. Sie wollen ihr Osteuropa-Geschäft ohnedies abstoßen.

Mit dem Schritt wollen die Österreichische Nationalbank (OeNB) und die Finanzmarktaufsicht (FMA), die die Aufsicht über Österreichs Institute haben, die Banken für künftige Krisen rüsten. Sie zählen zu den wichtigsten Kreditgebern in Zentral- und Osteuropa - sowohl Raiffeisen als auch die Bank Austria und die Erste Group sind seit Jahrzehnten dort vertreten. Unerwartet schwache Wachstumsaussichten und rigide Fremdwährungsgesetze in Ungarn machen den Instituten aber zu schaffen.

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