„Basel-III“-Reform
Bundesbank lehnt Vertagung ab

Nach Ansicht der Bundesbank sollen die Verhandlungen im Baseler Ausschuss wie geplant stattfinden – trotz der Wahl Trumps zum US-Präsidenten. Es geht um eine mögliche Verschärfung der weltweiten Bankenregeln.
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FrankfurtDie Bundesbank hat sich nach der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten gegen eine Vertagung der Verhandlungen im Baseler Ausschuss über die geplante Verschärfung der weltweiten Bankenregeln ausgesprochen. „Wir haben eine ganz klare Ansicht, nicht zu vertagen, sondern abzuschließen“, sagte Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret am Mittwoch in Frankfurt. Der Baseler Ausschuss soll Ende November in Santiago de Chile zusammenkommen, um dort endgültige Vorschläge auf den Weg zu bringen. Beobachter hatten spekuliert, die Wahl Trumps könnte den Zeitplan für die Verhandlungen über eine Reform der sogenannten „Basel-III“-Regeln durcheinanderwirbeln.

Der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht hat das Ziel ausgegeben, dass die Kapitalanforderungen durch die neuen Vorschriften insgesamt „nicht signifikant“ steigen werden. Bei den neuen weltweiten Regeln geht es vor allem darum, wie viel Eigenkapital Geldhäuser für Kredite und andere Geschäfte zur Seite legen müssen. Viele Großbanken berechnen dies mit Hilfe interner Modelle. Ihr Einsatz soll auf Druck der USA nun jedoch stark eingeschränkt werden. Europäische Bankenaufseher sind dagegen grundsätzlich der Ansicht, dass Institute Kreditrisiken selbst am besten einschätzen können.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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