Bawag
Österreichische Bank steigert Gewinn deutlich

Bawag hat den Gewinn im ersten Halbjahr um ein Viertel gesteigert. Das gelang der österreichischen Bank vor allem dank der geringeren Risikokosten. Der Chef des Instituts glaubt, dass 2016 alle Ziele übertroffen werden.

WienDie österreichische Bank Bawag hat im ersten Halbjahr dank geringerer Rückstellungen für faule Kredite und weniger Kosten mehr verdient. Der Nettogewinn kletterte um ein Viertel auf 284 Millionen Euro, wie das Institut am Mittwoch mitteilte.

Die Gewinnsteigerung erklärte die Bank unter anderem mit den niedrigeren Risikokosten, diese sanken im ersten Halbjahr um 36 Prozent auf 15,9 Millionen Euro. Hier zahle sich die Verbesserung der Kreditqualität aus, zudem zahlten sich die in den Vorjahren eingeleiteten Schritte zur Verringerung der Risiken aus.

Die harte Kernkapitalquote habe sich seit Ende 2015 um weitere 2,2 Prozentpunkte auf 15,1 Prozent erhöht. Diese Kapitalquote berücksichtige bereits den Abzug der für 2015 noch nicht vollständig ausgeschütteten Dividende in Höhe von 325 Millionen Euro. Beim Banken-Stresstest hat die Bank eigenen Angaben zufolge im Stress-Szenario ein harte Kernkapitalquote von 9,7 Prozent erreicht.

Für 2016 erwartet Bank-Chef Byron Haynes, dass alle gesetzten Ziele übertroffen werden. Das Institut hatte bereits eine Steigerung des Nettogewinn im laufenden Jahr auf über 450 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Die harte Kernkapitalquote solle Ende 2016 bei über zwölf Prozent liegen.

Die Bawag gehört zu 52 Prozent dem US-Investor Cerberus Capital Management. Weitere 40 Prozent hält der US-Fonds Golden Tree Asset Management. Cerberus hatte die Bank 2007 gemeinsam mit drei anderen Investoren für 3,2 Milliarden Euro gekauft. Laut früheren Angaben der Bank prüfen die Eigentümer sämtliche Optionen für die Zukunft der Bawag.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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