BayernLB: Naser schiebt Schmidt den Schwarzen Peter zu

BayernLB
Naser schiebt Schmidt den Schwarzen Peter zu

Der frühere Chef-Kontrolleur der BayernLB schiebt dem damaligen Bankchef Werner Schmidt die Schuld für die fatale Übernahme der Hypo Group Alpe Adria (HGAA) zu.
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München Vor dem Untersuchungsausschuss warf Siegfried Naser Ex-Bankchef Schmidt vor, zum entscheidenden Zeitpunkt nicht auf die Risiken durch die geplante Übernahme der Kärntner Bank hingewiesen zu haben.

Der Vorstand habe stets den Eindruck erweckt, mit einem Abschlag von 200 Millionen Euro auf den Kaufpreis seien die Risiken abgedeckt, sagte Naser, der damals als Präsident des bayerischen Sparkassenverbands im Wechsel mit dem damaligen bayerischen Finanzminister Kurt Faltlhauser (CSU) Verwaltungsratschef der BayernLB war. "Ich habe Herrn Schmidt die Aussagen geglaubt, dass diese Risiken seriös abgeprüft sind". Der Fehlkauf hatte die Bayern mehrere Milliarden und den damaligen Vorstand den Job gekostet.

Den Vorwurf der Bestechlichkeit wies Naser von sich. Er habe zu keinem Zeitpunkt etwas von einer Verknüpfung der HGAA-Übernahme und Sponsorgeldern für ein Fußballstadion in Klagenfurt gewusst. "Ich war selber Jurist, ich weiß was Bestechung ist. Da hätte ich gesagt: ich gehe auf der Stelle", sagte Naser. Erst auf einer Aufsichtsratssitzung der BayernLB-Tochter DKB habe er von dem geplanten Sponsoring der Bank in Kärntnen erfahren. "Das ist ein normaler Vorgang, der nichts mit dem Erwerb der HGAA zu tun hat.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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