BayernLB profitiert von Krisen: Gold- und Silberverkäufe auf Rekord-Niveau

BayernLB profitiert von Krisen
Gold- und Silberverkäufe auf Rekord-Niveau

Eurokrise, historisch niedrige Zinsen und Verwerfungen auf den Devisenmärkten treiben Anleger in Edelmetalle. Die BayernLB hat 2015 so viel Gold und Silber verkauft wie nie zuvor – auch ohne Direktverkauf an Endkunden.

MünchenDie BayernLB hat im vergangenen Jahr so viel Gold und Silber an andere Banken verkauft wie noch nie. „Wir haben 2015 mehr Münzen und Barren an unserer Kunden geliefert als je zuvor“, erklärte der Leiter der Abteilung Sorten und Edelmetalle der BayernLB in Nürnberg, Michael Eubel.

Die Bank verkaufte rund 768 Tonnen an Edelmetallen, und zwar an Sparkassen, privatwirtschaftliche Unternehmen und andere Banken, wie sie mitteilte. Einen direkten Verkauf an Endkunden gebe es nicht.

Die Kunden fragten laut BayernLB vor allem Silber nach – der Umsatz sei mit knapp 720 Tonnen weit mehr als doppelt so hoch gewesen wie im Vorjahr. Bei Goldmünzen und -barren stieg der Absatz demnach um gut sechs auf knapp 48 Tonnen. Besonders begehrt waren die kanadische Silbermünze Maple Leaf sowie Barren und Krügerrand-Münzen aus Gold.

Für die hohen Verkaufszahlen gab es einem Sprecher der BayernLB zufolge verschiedene Gründe. Einer sei die Entscheidung der Schweizer Nationalbank gewesen, den Mindestwechselkurs des Franken zum Euro aufzuheben. Dies habe zu Verwerfungen an den Devisenmärkten geführt. Weitere Gründe für das starke Interesse an Gold und Silber seien das lange Ringen um die Griechenland-Rettung und die anhaltende Niedrigzinsphase gewesen.

Die BayernLB habe aber auch davon profitiert, dass sie die Handelszeiten an der Großhandelsplattform verlängert habe, und dass sie sehr viele Produkte im Angebote habe.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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