Begriffe: Dies ist der Jargon der Banken-Profis

Begriffe
Dies ist der Jargon der Banken-Profis

Die wichtigsten Begrifflichkeiten, die derzeit im Hinblick auf die Landesbanken verwendet werden, finden Sie hier erklärt.

Anstaltslast: Die Anstaltslast ist die Verpflichtung des Trägers, das jeweilige öffentlich-rechtliche Unternehmen – die Anstalt – mit den zur Aufgabenerfüllung nötigen finanziellen Mitteln auszustatten und so für die Dauer ihres Bestehens funktionsfähig zu erhalten. Nach einer Übergangsfrist wird sie im Juli 2005 dahingehend modifiziert, dass Kapitalzuführungen im Sanierungsfall künftig am EU-Beihilferecht gemessen und von der Kommission genehmigt werden müssen.

Gewährträgerhaftung: Die Gewährträgerhaftung ist die unbeschränkte Haftung der jeweiligen Kommune oder des Bundeslandes für alle Verbindlichkeiten der Institute in ihrer Region. Die Gewährträgerhaftung soll nach Ablauf der Übergangsfrist im Juli 2005 entfallen. Verbindlichkeiten, die am 18. Juli 2001 bereits bestanden, unterliegen auch künftig der Gewährträgerhaftung. Verbindlichkeiten, die nach dem 18. Juli 2001, aber vor dem 19. Juli 2005 entstehen, werden von der Gewährträgerhaftung in vollem Umfang abgedeckt, sofern ihre Laufzeit spätestens bis zum 31. Dezember 2015 endet.

Drei-Säulen-System: Das Drei-Säulen-System ist die Aufteilung des deutschen Bankensektors in öffentlich-rechtliche, genossenschaftliche und private Institute. Die drei Säulen sind rechtlich voneinander getrennt. EU-Binnenmarkt-Kommissar McCreevy will die Drei-Säulen-Struktur daraufhin untersuchen lassen, ob sie eine Barriere für eine grenzüberschreitende Konsolidierung darstellt.

Öffentlich-Rechtliche Banken: Öffentlich-rechtliche Banken sind Kreditinstitute, deren Anteile ganz oder teilweise von der öffentlichen Hand direkt oder indirekt gehalten werden oder die besondere aus dem öffentlichen Interesse erwachsende oder im öffentlichen Interesse stehende Aufgaben wahrnehmen.

Sparkassen-Finanzgruppe: Die Sparkassen-Finanzgruppe ist mit rund 700 Unternehmen und einem zusammengefassten Geschäftsvolumen von mehr als 3 270 Mrd. Euro die größte Kreditinstitutsgruppe in Deutschland und Europa. Zu ihr gehören rund 490 rechtlich eigenständige Sparkassen, 11 Landesbanken, 11 Landesbausparkassen, 13 öffentliche regionale Erstversicherungsgruppen, die DekaBank sowie zahlreiche Kapitalbeteiligungsgesellschaften und Spezialkreditinstitute.

Sparkassen: Sparkassen sind in Deutschland überwiegend kommunale juristische Personen öffentlichen Rechts. Daneben existieren noch freie Sparkassen. Sparkassen betreiben als Universalkreditinstitute alle üblichen Bankgeschäfte. Wichtige Eckpunkte der Sparkassen sind ihre Gemeinwohlorientierung, ihre kommunale Bindung, die dezentrale Unternehmerverantwortung und die Zusammenarbeit im Verbund mit den anderen Einrichtungen der Sparkassen-Finanzgruppe.

Landesbanken: Die Landesbanken erfüllen öffentliche Aufgaben (Anstalt oder Körperschaft öffentlichen Rechts) und engagieren sich für die Entwicklung der Regionen. Sie betreiben alle Bankgeschäfte einschließlich der Emission von Pfandbriefen, Kommunalobligationen und sonstigen Inhaberpapieren. Die meisten Landesbanken werden von den regionalen Sparkassen- und Giroverbänden gemeinsam mit dem jeweiligen Bundesland oder einer anderen Landesbank getragen.

Rating: Rating ist die Beurteilung und Klassifizierung der relativen und absoluten Bonität von Schuldtiteln und deren Emittenten anhand einheitlicher Maßstäbe. Neben unternehmens- und branchenspezifischen Besonderheiten finden auch Länderrisiken Berücksichtigung. Solche Analysen werden von Ratingagenturen durchgeführt.

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