Beihilfe-Rückzahlung belastet: Gewinneinbruch bei HSH Nordbank

Beihilfe-Rückzahlung belastet
Gewinneinbruch bei HSH Nordbank

Wegen der Rückzahlung unerlaubt erhaltener Staatsbeihilfen hat die HSH Nordbank im vergangenen Jahr einen Gewinneinbruch erlitten.

HB FRANKFURT. Der Überschuss der Landesbank sei 2004 um 51,5 % auf 127 Mill. € zurückgegangen, teilte das Kreditinstitut am Dienstag in Hamburg mit. Darin sei die von der EU-Kommission erzwungene Beihilfe-Rückerstattung in Höhe von 756 Mill. € komplett enthalten. Diese Position sei teilweise durch die Auflösung von Reserven aufgefangen worden. Unter dem Strich habe es eine Belastung von 245 Mill. € gegeben.

„Ich werte es als Erfolg der HSH Nordbank, dass wir trotz vollständiger Leistung der Beihilfe-Rückzahlung aus eigener Kraft in der Lage waren, einen deutlichen Jahresüberschuss auszuweisen“, sagte Bankchef Alexander Stuhlmann. Sein Institut war 2003 aus der Fusion der Landesbanken in Hamburg und Kiel hervorgegangen. Mitte Juli 2005 - zugleich der Zeitpunkt des Wegfalls der Staatsgarantien für Landesbanken - werde es eine Kapitalmaßnahme in Höhe von 556 Mill. € durch die Eigentümer der Bank geben, hieß es. Damit bleibe die maximale Belastung aus dem jahrelangen Streit mit der Europäischen Union, wie im Fusionsvertrag vereinbart, bei 200 Mill. €. Die Wiedereinbringung des Kapitals werde bar erfolgen, sagte ein HSH-Sprecher.

Die HSH Nordbank gehört zu 35,38 % der Hansestadt Hamburg, zu 19,55 % dem Land Schleswig-Holstein, zu 18,21 % dem Sparkassenverband des Landes und zu 26,86 % der WestLB. Veränderungen in der Eigentümerstruktur solle es durch die Kapitalzuführung nicht geben, sagte der HSH-Sprecher. Die mit 1,4 Mrd. € am stärksten vom Beihilfe-Streit belastete Düsseldorfer WestLB hatte für 2004 sogar einen Verlust von 920 Mill. € verkraften müssen.

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