Belastungen durch Katastrophen
Vermögensverwaltung rettet die Allianz

Trotz des schwierigen Umfelds will Europas Branchenprimus das Jahresziel von rund acht Milliarden Euro verteidigen. Gute Gewinne im Fondsgeschäft federten die Belastungen durch Erdbeben, Tsunami und Hochwasser ab.
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MünchenDie Allianz SE hat für das erste Quartal einen Gewinn von 915 Mill. Euro vorgelegt. Der größte Versicherer Europas bekräftigte in München den Ausblick für das Gesamtjahr. Trotz des schwierigen Umfeldes bleibe die Allianz auf Kurs, ihr operatives Ergebnisziel von "acht Mrd. Euro plus/minus 0,5 Mrd. Euro" zu erreichen.

Das operative Ergebnis für das Segment Schaden-Unfall gab der Konzern mit 663 Mill. Euro an, gegenüber 712 Mill. Euro im Vorjahr.

Gute Gewinne im Fondsgeschäft im ersten Quartal federten die Belastungen durch Erdbeben, Tsunami und Hochwasser ab. Die Sparte Asset Management steigerte ihren operativen Gewinn um 13 Prozent auf 528 Millionen Euro, wie der Dax-Konzern mitteilte. Im Schaden- und Unfallgeschäft ging das Ergebnis hingegen ebenso wie in der Lebens- und Krankenversicherung zurück.

Nach den Naturkatastrophen in Japan, Neuseeland und Australien im ersten Quartal muss die Allianz auch im laufenden Jahresviertel für die Folgen der Tornados in den USA geradestehen. Die Nettobelastung dürfte sich auf 60 Millionen Euro belaufen, heißt es im Geschäftsbericht.

Im ersten Quartal verdiente die Allianz unter dem Strich 857 Millionen Euro nach 1,6 Milliarden ein Jahr zuvor. Damals hatte vor allem der Verkauf von Aktien der chinesischen Großbank ICBC den Gewinn nach oben getrieben. Das operative Ergebnis ging lediglich um vier Prozent auf 1,66 Milliarden Euro zurück. Eckdaten dazu hatte die Allianz bereits Anfang Mai bekanntgegeben.

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