Belgisch-französische Bank
Die künftige Dexia-Struktur nimmt Form an

Eine Lösung für das Kreditgeschäft mit den französischen Kommunen zeichnet sich ab. Dies ist entscheidend für das weitere Schicksal der Bank. Die Zukunft des belgisch-französischen Geldhauses klärt sich langsam.
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ParisDer Verwaltungsrat von Dexia hat schon wieder eine Nachtsitzung hinter sich. Und allmählich klärt sich die Zukunft der Großbank. Zu Verzögerungen hatte davor ein Streit zwischen den Regierungen Belgiens und Frankreichs geführt.

Der Verstaatlichung des belgischen stimmt sollte der Verwaltungsrat auf einer Sitzung unter Leitung seines Präsidenten, des ehemaligen belgischen Premierministers Jean-Luc Dehaene zu. Auch eine Lösung für das Kreditgeschäft mit den französischen Kommunen ist gefunden: Wie schon länger in der Diskussion, kommen hier die staatliche französische Beteiligungsgesellschaft Caisse des Dépôts (CDC) sowie die französische Postbank ins Spiel.

Die CDC übernimmt nun 65 Prozent an der Einheit mit dem Namen Dexia Municipal Agency übernehmen. Zudem will Frankreichs Postbank, die ihr Engagement in engen Grenzen halten will, fünf Prozent. 30 Prozent sollen laut der französischen Tageszeitung "Le Figaro" bei Dexia bleiben. Künftig soll das Geschäft mit Frankreichs Kommunen über eine neu zu gründende Bank laufen, an der Dexia nicht beteiligt ist, um sie immun gegenüber den Altlasten der binationalen Großbank zu machen. Für den Analysten Benoit Petrarque von der Privatbank Kepler Capital Markets wäre ein Fortschritt in diesem Bereich ganz wesentlich. Denn so könnte Dexias aufgeblähte Bilanz um 77 Milliarden Euro reduziert werden.

Der Verwaltungsrat beauftragte Dexia-Chef Pierre Mariani mit der Zerschlagung des Geldhauses. Das Gremium stimmte jetzt auch offiziell dem Verkauf der türkischen Tochter Denizbank zu sowie der Trennung von Dexia Asset Management und RBC Dexia.

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