Berenberg-Bank-Chef Hans-Walter Peters
„Von Robbie Williams spricht man bei Berenberg noch in zehn Jahren“

Zum Mitarbeiterfest hat die Hamburger Berenberg Bank am Freitagabend Popstar Robbie Williams eingeflogen. Ziemlich dekadent, sagen die einen. Ein gutes Investment, sagt Gesellschafter Hans-Walter Peters im Interview.

DüsseldorfDie Einladung des Rockstars Robbie Williams zur Mitarbeiterparty der Berenberg Bank am Freitagabend hat für Aufsehen gesorgt. Ein Hamburger Vermögensverwalter hält mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg. „Für mich sieht es aus wie eine Aktion von überheblichen, großkotzigen und größenwahnsinnigen Investmentbankern“, schreibt Finanzberater Kai Rohde. „Als Depotbank kann und werde ich Berenberg nicht mehr empfehlen.“ Dieser und ähnlicher Kritik stellt sich Hans-Walter Peters, Sprecher der persönlich haftenden Gesellschafter von Berenberg. Unsere Fragen beantwortete er schriftlich.

Die Geschäfte der Berenberg Bank laufen sehr gut, wenn Sie sich einen Auftritt von Robbie Williams auf der Betriebsfeier leisten können, richtig?
Wir haben in den letzten Jahren immer sehr gute Ergebnisse erzielt und mit diesen Ergebnissen unser Wachstum finanziert. Wir haben stets in den Ausbau von erstklassigem Know-how investiert, um unseren Kunden eine optimale Beratung bieten zu können. Aus Anlass unseres 425-jährigen Bestehens wollten wir unseren Mitarbeitern Dank sagen für ihren tollen Einsatz in den letzten Jahren. Andere Unternehmen schütten aus Anlass eines Jubiläum einen Sonderbonus aus – wir wollten hingegen ein unvergessliches Erlebnis für unsere Mitarbeiter schaffen. Das ist auch aus unternehmerischer Sicht sinnvoll, weil es den Zusammenhalt stärkt.

Wie haben die Mitarbeiter das Fest aufgenommen? Wie Sie selbst?
Es war ein Erlebnis, das man nicht in Worte fassen kann. Die Begeisterung der Mitarbeiter kannte keine Grenzen.  Ich habe noch nie so viele Dankesworte erhalten, wie an diesem Abend. Einen solchen Weltstar live in „familiärer Umgebung“  zu erleben, ist etwas Einmaliges und sehr Emotionales. Ich bin überzeugt: Davon spricht man bei Berenberg noch in zehn Jahren. Ich bin mir sicher, es trägt sehr zur Mitarbeiterbindung und -motivation bei.

Wer hatte denn die Idee, Robbie Williams zu fragen? Wie ist der Kontakt zustande gekommen?
Mein Partner Hendrik Riehmer und ich wollten aus Anlass unseres Firmenjubiläums den Mitarbeitern etwas Besonderes schenken. So kamen wir auf Robbie Williams und sind froh, dass wir das umsetzen konnten.

Was hat der Spaß gekostet?
Lassen Sie es mich so sagen: Robbie Williams ist sein Geld wert, und die Entscheidung, unseren Mitarbeitern etwas so Außergewöhnliches zu bieten, war richtig. Dazu stehen wir!

Braucht es ein bisschen Pomp, um das von ihnen angestrebte Wachstum in den Finanzmetropolen London und New York voranzutreiben?
Nein, das braucht es nicht. Wir müssen immer durch unsere Leistung überzeugen. Sei es bei Privatkunden oder wenn man uns bei Börsengängen mandatiert.





In der Vergangenheit waren Einladungen von Rockbands zu Bankevents eher ein Zeichen, dass die Branche sich überhitzt. Müssen wir uns Sorgen machen?
Sehen Sie, es handelte sich bei dieser Veranstaltung ja nicht um ein Event, bei dem wir Kunden beeindrucken wollen, sondern es ging uns hier einzig und allein um unsere Mitarbeiter. Auf die sind wir stolz, und die haben es sich auch einmal verdient, alle zusammen etwas Besonderes zu erleben.

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„Es gibt immer Menschen, die etwas kritisch hinterfragen“

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