Bericht der Ombudsleute Weniger Beschwerden über Banken

Die Kunden privater Banken haben im vergangenen Jahr deutlich weniger Beschwerden eingelegt als ein Jahr zuvor. Die Zahl der Eingaben an die fünf Ombudsleute der Privatbanken sank von 4 260 auf knapp 2 800.

HB BERLIN. Der starke Rückgang beruht auf einem Sondereffekt, wie aus dem gestern in Berlin vorgestellten Tätigkeitsbericht der Ombudsleute hervorgeht. 2004 hatten Kunden wegen der Schrottimmobilien-Problematik vermehrt Beschwerde eingelegt, um die Verjährung ihrer Fälle zu verhindern. Der Ombudsmann übernimmt im Falle von Beschwerden die Rolle des Vermittlers.

Der größte Teil der Beschwerden im vergangenen Jahr entfiel mit fast 47 Prozent auf den Bereich Kreditgeschäft. „Die Ombudsmänner werden in diesem Bereich verstärkt als Schuldnerhilfe in Anspruch genommen“, sagte Harald Noack, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands deutscher Banken (BdB), unter dessen Dach die Ombudsleute angesiedelt sind. Doch hier ließen sich Beschwerden schlecht durchsetzen, da es um geschäftspolitische Entscheidungen und nicht um Rechtsfragen gehe, sagte Noack. Immerhin gingen aber von den 1 500 zulässigen Beschwerden im vergangenen Jahr 800 zu Gunsten der Kunden aus.

Beim Thema „Girokonto für jedermann“ gab es 170 Beschwerden. Das ist für den Bankenverband anders als für Wohlfahrtsorganisationen kein Anlass, eine rechtlich verbindliche Verpflichtung durchzusetzen. Der BdB wies Vorwürfe zurück, sozial schwachen Bürgern werde in großem Stil die Einrichtung von Girokonten verweigert. Die Zahl der Konten auf Guthabenbasis sei von 1999 bis 2005 von 1,1 Mill. auf 1,9 Mill. gestiegen, sagte Noack.

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