Berkshire Hathaway Gewinnrückgang bei Buffett

Minuszahlen im Versicherungsgeschäft, geringere Aktiengewinne – die Holding von Warren Buffett verzeichnet im neuesten Quartal 15 Prozent weniger Gewinn. Allerdings steigt die für den Starinvestor wichtigste Kennzahl.
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Der Vorstandschef von Berkshire Hathaway, Warren Buffett: Die Skandalbank Wells Fargo und eine Schwäche im Versicherungsgeschäft belasten das Ergebnis. Quelle: Reuters
Warren Buffett

Der Vorstandschef von Berkshire Hathaway, Warren Buffett: Die Skandalbank Wells Fargo und eine Schwäche im Versicherungsgeschäft belasten das Ergebnis.

(Foto: Reuters)

New YorkBerkshire Hathaway, die Holding von Warren Buffett, meldete für das zweite Quartal 2017 einen Gewinn von 4,96 Milliarden Dollar, ein Rückgang um 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Verantwortlich für den Rückgang war unter anderem das Versicherungsgeschäft: Das verzeichnete ein Minus von 22 Millionen Dollar, während es im Vorjahr noch 337 Millionen Dollar Gewinn erwirtschaftet hatte. Die Geschäftsergebnisse der Versicherung schwanken allerdings kurzfristig stark, die roten Zahlen sind daher nur eingeschränkt aussagekräftig.

Auch in dem riesigen Aktienportfolio von Buffett lief es nicht großartig. Zwar stieg der Wert des Portfolios um 143 Millionen Dollar, im Vorjahr hatte das Plus noch bei 394 Millionen Dollar gelegen. Die größte Position ist die Bank Wells Fargo, dessen Kurs in diesem Jahr um vier Prozent zurückging. Buffett glaubt aber weiter an US-Banken: Erst im vergangenen Juni wandelte er Vorzugsaktien der Bank of America, die ihm mit sieben Prozent zum größten Aktionär des Geldinstituts machen.
Eine Kennzahl ging allerdings nach oben, auf die Buffett großen Wert legt: Der Buchwert. Der „book value“ von Berkshire Hathaway stieg im ersten Halbjahr 2017 um 6,2 Prozent auf 182 816 Dollar je Aktie, während er im gleichen Zeitraum im Vorjahr nur um 2,9 Prozent gestiegen war. Derzeit liegt die Aktie – die zuletzt stark gestiegen war – bei 270.000 Dollar.

Die erfolgreichsten Investmentbanken des Jahres 2016
Platz 15: Lazard
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Die US-Investmentbank Lazard konnte im vergangenen Jahr 1,08 Milliarden US-Dollar an Gebühren verbuchen und verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr um 13,5 Prozent und vier Plätze im Ranking.

Platz 14: BNP Paribas
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Die französische Bank BNP Paribas konnte ihren Kunden 2016 Gebühren in Höhe von 1,35 Milliarden US-Dollar in Rechnung stellen, 14,8 Prozent weniger als noch im Vorjahr.

Platz 13: Mizuho Financial Group
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Die Gebühreneinnahmen des japanischen Finanzdienstleisters Mizuho summierten sich 2016 auf mehr als 1,40 Milliarden US-Dollar – das reicht für Platz 13. Im Vorjahresvergleich verbesserte sich Mizuho um einen Platz und 11,5 Prozent.

Platz 12: HSBC
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Die britische Großbank HSBC (Hongkong and Shanghai Banking Corporation) stellte 2016 1,48 Milliarden US-Dollar an Gebühren in Rechnung ein – ein Minus von 13 Prozent im Vergleich zu 2015.

Platz 11: UBS
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Die Schweizer Großbank UBS verlor einen Platz im Ranking und sammelte 2016 „nur“ noch 1,58 Milliarden US-Dollar an Transaktionsgebühren ein – ein Minus von 17,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Trotzdem zählt UBS zu den erfolgreichsten Investmentbanken 2016 – Verluste auf hohem Niveau also.

Platz 10: RBC Capital Markets
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RBC Capital Markets ist Teil der Royal Bank of Canada und verdiente 2016 mehr als 1,78 Milliarden US-Dollar im Investmentbanking. Zwar ist das ein Verlust von vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr, RBC kletterte im Ranking aber einen Platz nach oben.

Platz 9: Wells Fargo & Co.
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Das US-Finanzdienstleistungsunternehmen Wells Fargo & Company konnte mit seiner Investmentbanking-Sparte im vergangenen Jahr mehr als 2,11 Milliarden US-Dollar an Gebühren einnehmen – ein Minus von sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Platzierung konnte Wells Fargo halten.

Erfreulich für Buffett ist die Erholung im Eisenbahngeschäft. Berkshire Hathaway besitzt seit 2009 BSNF, einem der größten Frachtbahnanbieter der USA. Das Geschäft war in den vergangenen Jahren nach einem längeren Boom eingebrochen, es wurde aufgrund schwacher Rohstoffpreise weniger Öl und Kohle transportiert. Die Abwärtsbewegung ist gestoppt, die Branche meldete leicht bessere Wagenladungen. BSNF erzielte einen Umsatz von 5,25 Milliarden Dollar, fast 15 Prozent mehr als im Vorjahr.

Zu Berkshire Hathaway gehören über 80 Firmen - von Versicherern, Einzelhandelsgrößen und Autohäusern bis hin zu Zeitungen und einer Frachteisenbahn. Zudem hält Buffetts Konglomerat große Aktienanteile an diversen börsennotierten Konzernen wie Apple, Coca-Cola, Goldman Sachs oder Kraft Heinz. Der 86-jährige Starinvestor, der wegen seiner seines Riechers für lukrative Geschäfte das „Orakel von Omaha“ genannt wird, führt die Gesellschaft seit über 50 Jahren.

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