Betrug von innen
Banken fürchten sich vor ihren Mitarbeitern

Für Bankkunden ist es eine erschreckende Nachricht: Geldhäuser schützen sich nicht ausreichend gegen Betrug durch die eigenen Mitarbeiter. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie von Ernst & Young.
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DüsseldorfZwei Milliarden Euro hat bei der UBS ein 31-jähriger Händler verzockt. Bei der Societe Generale klingelt der Name Jerome Kerviel heute noch im Ohr. Er hat rund fünf Milliarden Euro verspielt. Keine Frage: Die Gefahr lauert in den eigenen Reihen: Für Banken ist das Risiko höher denn je, durch ihre eigenen Mitarbeiter geschädigt zu werden.

Und auch für die Zukunft erwarten die Institute eine weiter steigende Zahl an Betrugsversuchen. Und was tun die Banken dagegen? Viel zu wenig! Obwohl der Ruf beträchtlich leiden kann, haben viele Häuser noch keine ausreichenden Vorkehrungen getroffen. Möglicher Abwehrmaßnahmen wie zum Beispiel Whistleblowing-Hotlines nutzen sie viel zu wenig.

Aufsichtsratsmitglieder überwachen nur bei 37 Prozent der Banken die Anti-Betrugsmaßnahmen. Besonders von Betrug und menschlichen Fehlern betroffene Geschäftsbereiche sind aus Bankensicht der Wertpapierhandel und das Retail Banking. Das sind Ergebnisse einer aktuellen Studie der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young, die auf einer Befragung von 100 Geldinstituten in Deutschland basiert. Demnach können 29 Prozent der Befragten für die vergangenen Jahre eine leichte Zunahme dieses Risikos feststellen, weitere zehn Prozent erkennen gar eine deutliche Erhöhung. Nur fünf Prozent sehen hingegen ein gesunkenes Risiko.

„Die Furcht vor kriminellen Handlungen wächst. Wenn es einem einzelnen Mitarbeiter möglich ist, ein ganzes Institut in Turbulenzen zu bringen, klingeln in der gesamten Branche die Alarmglocken“, sagt Dirk Müller-Tronnier, Leiter Banking & Capital Markets bei Ernst & Young. Für die kommenden Jahre gehen die Institute von einem weiter steigenden Betrugsrisiko aus – trotz der zum Teil erheblichen Sicherheitsvorkehrungen, die die Banken inzwischen getroffen haben.

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  • Das mag man so sehen. Als Unbeteiligter, als Unwissender erst recht.

    Bevor man über diese "jungen, grünen Burschen" richtet, muss man auch die Frage der internen Verantwortung analysieren.

    Was ist darunter zu verstehen?

    Da gibt es einmal die Ziel- oder Ertragsvorgaben. Eine solche Vorgabe ist beispielsweise die 25 %-Vorgabe von Ackermann. Wer solche Zielvorgaben erfüllen will, muss exotische Wege gehen und Vorgesetzte müssen bereit sein, derartiges zu verantworten. Wer solche vorgaben macht, hat auch für die entsprechenden Kontrollen zu sorgen.

    Da gibt es interne Kontrollen, die darin bestehen, dass solche "Bürschchen" Vorgesetzte haben, die ihrerseits wiederum von höheren Vorgesetzte eingesetzt wurden. Wenn diese Vorgesetzte Geschäfte erlauben, die sie selbst nicht verstehen und demzufolge nicht überwachen können, stellt sich die Frage, wer der Haupttäter ist.

    Da gibt es in den Banken ein von der BAFin vorbgeschriebenes Risiko-Controlling mit einer Funktionstrennung bis in den Vorstand hinein. Positionen der hier in Frage kommenden Größenordnung, entstehen nicht "Gott gewollt". In allen Fällen war das Risiko-Controlling nicht den geschäftlichen Aktivitäten angemessen organisiert.

    Da gibt es Revisionsabteilungen, die letztlich über alles zu wachen, insbesondere auch über die organisatorische Gestaltung zu wachen haben.

    Da gibt es Vorstände, die behaupten, sie seien für die Bank verantwortlich, weisen im Belastungsfall aber jede Verantwortung von sich.

    Da gibt es externe Wirtschaftsprüfer, die ebenfalls die Ordnungsmäßigkeit zu prüfen haben.

    Da gibt es eine Bankenaufsicht, die sich "im allgemeinen und im besonderen" nur nicht konkret mit der Bankenaufsicht beschäftigt. Die Stresstest "vor Risiken" durchrechnen läßt.

    Keiner fragt nach deren Verantwortung. Nur die "kleine Wurst" wird ins Schaufenster zur Abschreckung gehängt. Ein Armutszeugnis für alle, die aixh unprofessionell an der Hexenjagd polistisch beteiligen.

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