Betrugsverdacht
Ex-Unicredit-Chef muss vor Gericht

In Italien kommen 20 Bankmanager wegen des Verdachts auf Steuerbetrug vor Gericht. Einer von ihnen ist der frühere Unicredit-Chef Alessandro Profumo. Viele weitere Angeklagte sind Manager oder Ex-Manager der Bank.
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MailandDer langjährige frühere Unicredit-Chef Alessandro Profumo (55) und 19 weitere Bankmanager kommen wegen des Verdachts auf Steuerbetrug im Umfang von 245 Millionen Euro vor Gericht. Das hat die Mailänder Ermittlungsrichterin Maura Marchiondelli in der „Brontos“ genannten Betrugsaffäre um Finanzoperationen entschieden. Der Prozess gegen die 20 Beschuldigten soll am 1. Oktober in Mailand beginnen, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Nähere Einzelheiten zu dem Verfahren wurden zunächst nicht bekannt.

Neben Profumo, der inzwischen Präsident der toskanischen Bank Monte dei Paschi ist, sind 16 weitere Manager oder Ex-Manager von Unicredit sowie drei Beschäftigte von Barclays angeklagt. Profumo hatte bis 2010 für 15 Jahre Italiens führende Großbank Unicredit geleitet. Er zeigte sich in einer ersten Stellungnahme sicher, unschuldig zu sein und immer „korrekt“ die Geschäfte geführt zu haben. Unicredit vertraut nach einer Mitteilung darauf, dass der Prozess die Führung der Bank nach dem Grundsatz von Treu und Glauben bestätigen werde. Heute wie in der Vergangenheit hätten die Repräsentanten und Beschäftigten immer transparent gehandelt und die Gesetze beachtet.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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