BHF-Bank
Lichtblick für Verkauf von Deutsche-Bank-Tochter

Die Deutsche Bank könnte im jahrelangen Verkaufsprozess um die Tochter BHF-Bank doch noch zum Ziel kommen. Der Finanzinvestor RHJI hat alle notwendigen Unterlagen bei der Finanzaufsicht eingereicht – die Prüfung läuft.
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Düsseldorf/FrankfurtDie Deutsche Bank könnte nun doch bald ihre Tochter BHF-Bank an den Finanzinvestor RHJ International losschlagen. Die deutsche Finanzaufsichtsbehörde Bafin habe der RHJI-Tochter Kleinwort Benson bestätigt, dass alle notwendigen Unterlagen für eine mögliche Transaktion eingegangen seien. Die Prüfung des Verkaufs solle bis zum 18. Februar 2014 abgeschlossen werden, so Kleinwort Benson in einer Mitteilung.

„Jetzt beginnt die materielle Überprüfung, ob die Voraussetzungen vorliegen“, sagte ein BaFin-Sprecher. Dabei geht es unter anderem um die Finanzkraft der Käufer.

Für die Deutsche Bank wäre der Verkauf ein Befreiungsschlag in einem Jahre währenden Prozess. Die BHF-Bank war durch den Kauf der Privatbank Sal. Oppenheim in den Besitz des Konzerns bekommen. Die Finanzaufsicht hatte dem Vorhaben aber mehrfach Steine in den Weg gelegt. Auch die Herabstufung der RHJI-Kreditwürdigkeit durch eine Ratingagentur hatte den Verkauf erschwert.

Quartalszahlen

Ergebnisse der Deutschen Bank (nach Steuern)

in Milliarden Euro


Die Bafin hatte monatelang vergeblich zusätzliche Unterlagen von der zunächst als Co-Investor vorgesehenen US-Fondsgesellschaft Blackrock gefordert. Ende Oktober warf Blackrock das Handtuch, sodass die Übernahme neu strukturiert werden musste. Die Amerikaner hätten rund 50 Millionen Euro zu der Übernahme beisteuern sollen. Nun sollen RHJI 65 Prozent statt 60 Prozent an der Deutsche-Bank -Tochter gehören, die Deutsche Bank steigt über eine Kapitalerhöhung bei RHJI ein. RHJI und seine verbliebenen Co-Investoren wollen 354 Millionen Euro für die BHF-Bank zahlen, davon 322 Millionen in bar.

Aufgrund der Unsicherheiten rund um den Verkauf hatte die Deutsche Bank in ihrem jüngsten Quartalsbericht mitgeteilt, dass sie „bis zum Vorliegen dieser Genehmigungen [durch die Finanzaufsicht]“ die Tochter „nicht als zum Verkauf bestimmt klassifizieren“ werde.

Martin Dowideit, Leiter Digitales, Handelsblatt.
Martin Dowideit
Handelsblatt / Leiter Digitales
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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