Bilanz 2006: Zusammenarbeit tut Bank Julius Bär gut

Bilanz 2006
Zusammenarbeit tut Bank Julius Bär gut

Der Schweizer Bankkonzern Julius Bär hat in 2006 vom Zusammengehen seiner Privatbank mit den Privatbanken von UBS profitiert. Eine jahrelange Stagnation endete.

HB ZÜRICH. Julius Bär steigerte den Gewinn des ersten Geschäftsjahres in der neuen Struktur gemäss der Pro-forma-Rechnung um 35 Prozent auf 868 Mill. Franken (rund 543 Mill. Euro). Nach Integrations- und Restrukturierungskosten sowie anderen Sonderfaktoren betrug der Gewinn 672 Mill. Franken. Analysten hatten hier mit rund 630 Mill. Franken gerechnet. Die „alte“ Bank Bär war 2005 auf einen Gewinn von 145 Mill. Franken gekommen.

Im Private Banking, das in den Jahren vor dem Schulterschluss mit den UBS-Banken praktisch stagniert hatte, konnte die neue Bank mit 6 Mrd. Franken weit mehr Neugeld hereinholen als erwartet worden war. Analysten hatten hier mit nur 2,8 Mrd. Franken gerechnet. „Die Wachstumsmärkte, vor allem Asien, verzeichneten hohe Zuflüsse, während die Kernmärkte erstmals seit mehreren Jahren einen positiven Beitrag leisteten,“ erklärte die Bank dazu.

Insgesamt stiegen die Kundenvermögen im Private Banking um 13 Prozent auf 138 Mrd. Franken. Die Expansion verursachte allerdings Kosten: Die Bruttomarge blieb stabil bei 91,4 Basispunkten und die Cost-Income-Ratio erhöhte sich von 62,3 auf 63,2 Prozent. Die Cost-Income-Ratio des ganzen Konzerns sank dagegen vpon 64 auf 59 Prozent.

Das gute Abschneiden war dem Asset Management zu verdanken, wo das Verhältnis der Kosten zu den Erträgen deutlich abnahm. Das Asset Management kam auf einen Neugeldzufluss von 21 Mrd. Franken. Die konzernweit verwalteten Vermögen stiegen um 19 Prozent auf 361 Mrd. Franken. Im ersten Halbjahr hatten die betreuten Kundenvermögen um 5 Prozent auf 320 Mrd. Franken zugenommen.

Dividende stagniert

Es sollen bis zu 612 Mill. Franken an die Aktionäre ausgeschüttet werden, dies in Form einer Dividende und in Form von Aktienrückkäufen von bis zu 500 Mill. Franken. Die Dividende soll unverändert 1 Franken je Aktie betragen. Geplant ist auch ein Aktiensplitt 1:2.

„Günstige Marktbedingungen vorausgesetzt, sollte es uns gelingen, sowohl in den traditionellen als auch in den Wachstumsmärkten weiter zu expandieren“, so Bär-Konzernchef Johannes de Gier. Unmittelbare Übernahmeziele sehe die Bank derzeit nicht, erklärte de Gier in einer Telefonkonferenz.

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