Bilanzprüfung
Wie die Sparkasse Köln der neuen Aufsicht entkam

Die Europäische Zentralbank wird große Geldhäuser beaufsichtigen. Dadurch sollen Schieflagen besser vermieden werden. Doch eine Sparkasse entkommt der EZB – obwohl sie durch eine Kapitalspritze gestützt werden musste.
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DüsseldorfEs ist eine der großen Lehren aus der Finanzkrise. Risiken in Bankbilanzen bilden sich oftmals grenzüberschreitend, ohne dass die nationalen Aufseher das perfekt überblicken. „Mit internationaler Abstimmung kriegt man das nicht in den Griff“, sagt Thomas Hartmann-Wendels, Bankprofessor an der Universität Köln. Eine europaweite Aufsicht sei daher eine gute Sache – obwohl es diskussionswürdig sei, ob die Europäische Zentralbank dafür die geeignete Institution sei. Der Interessenkonflikt zwischen Bankaufsicht und Geldpolitik bleibe bestehen.

Über 120 Banken gelangen unter die Oberaufsicht der EZB, teilte die Zentralbank am Mittwoch mit. Deren Bankaufsichtsabteilung ist noch im Aufbau, erst im Herbst kommenden Jahres geht es offiziell los. Doch mit einer Bilanzprüfung und einem anschließenden Stresstest wird die Arbeit vorbereitet. Über alle Institute mit mehr als 30 Milliarden Euro Bilanzsumme werden die Frankfurter Notenbanker wachen. Doch auch Banken ab 27 Milliarden Euro sind in Betracht gezogen worden, da sie ja wachsen könnten.

Außen vorgelassen wird aber dennoch die Sparkasse Köln-Bonn. Für 2012 weist die zweitgrößte Sparkasse des Landes aber eine Bilanzsumme von 28,9 Milliarden Euro aus. Das ist eigentlich genug, um einen strengen Blick durch die europäischen Bankaufseher zu rechtfertigen. Und völlig unberechtigt wäre eine solche Aufsicht nicht.

Denn in der Finanzkrise hatte das Institut unter riskanten Anlagen etwa in US-Wertpapiere gelitten und für 2008 fast 200 Millionen Euro Verlust gemeldet und hohe Abschreibungen verkraften müssen. Die Städte Köln und Bonn sowie der Rheinische Sparkassenverband eilten Anfang 2009 mit 650 Millionen Euro zu Hilfe, um die Sparkasse zu stützen.

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Beihilfeverfahren noch nicht abgeschlossen

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  • Wenn 2/3 der Deutschen Banken, gemessen an ihrem Bilanzvolumen, der EZB bankaufsichtlich unterstellt werden, dass muss sich das organisatorisch und personell bei der jetzigen Aufsicht niederschlagen.

    Wäre es nicht sinnvoller gewesen die Wirtschaftsprüfer statt der Banken in Sippenhaft zu nehmen? Dann wären 3 bis 4 Wirtschaftsprüfungsunternehmen an die Zügel zu nehmen gewesen und vorbei wär's.

    Das wäre viel effizienter und einfacher umzusetzen.
    "Und bist du nicht willig, so brauche ich Gewalt."

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