Bilanzsaison 2012
Bank of America und Citigroup leiden unter Altlasten

Die Bank of America schrammt im vierten Quartal nur knapp an der Verlustzone vorbei. Immerhin klettert der Jahresgewinn. Stellenstreichungen und Rechtsstreitigkeiten kosten die Citigroup Geld – aber nicht den Gewinn.
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Charlotte/New YorkDie Bank of America hat im vierten Quartal weniger Geld verdient. Der Gewinn belaufe sich auf 700 Millionen Dollar oder 3 Cent je Aktie, teilte die zweitgrößte US-Bank mit. Ein Jahr zuvor hatte das Institut noch zwei Milliarden Dollar oder 15 Cent je Anteilsschein verdient. Grund für den Rückgang seien Kosten von mehr als fünf Milliarden Dollar für den Abbau von Hypothekenproblemen, die noch aus der Finanzkrise stammen.

Für das Gesamtjahr 2012 meldet die Bank aber einen Zuwachs beim Ergebnis. Das Haus erwirtschaftete einen Nettogewinn von 4,3 Milliarden Dollar. Das entspricht 25 Cent je Aktie. Im Vorjahr waren es nur 1,4 Milliarden Dollar oder 1 Cent je Aktie.

Vorstandschef Brian Moynihan ringt mit den ringt mit den Problemen früherer Zeiten. Sein Vorgänger hatte die Hypothekenbank Countrywide und die Investmentbank Merrill Lynch übernommen. Im Zuge der Aufräumarbeiten verkaufte der Moynihan Firmenanteile im Wert von 60 Milliarden Dollar. Zuletzt meldete die Bank eine Einigung mit dem Immobilienfinanzierer Fannie Mae im Streit um faule Hypotheken im Wert von 11,7 Milliarden Dollar.

Auch die Citigroup belasten die Schatten der Vergangenheit. Wegen Stellenstreichungen und Rechtsstreitigkeiten muss die US-Großbank 2,3 Milliarden Dollar abschreiben. Der Nettogewinn stieg im abgelaufenen Quartal dennoch auf 1,2 Milliarden Dollar, nach 956 Millionen Dollar im Vorjahresquartal, wie das Institut am Donnerstag mitteilte.

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JP Morgan muss Spekulationsverluste verdauen

Kommentare zu " Bilanzsaison 2012: Bank of America und Citigroup leiden unter Altlasten"

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  • ...na, und wer kauft den amerikanischen Banken ihre Probleme hundertprozentig ab? Wagnis(!)finanzierer beleben gegenwärtig den Eigenheimmarkt. Warum? Weil´s so schön billig ist, wird´s noch ein wenig gehebelt und die Erlöse in Edelmetall angelegt, bevor Dummi darauf kommt. Wetten, dass Draghi bei Goldman Sachs gelernt hat? Was wird er dann unseren Eliten flüstern? Jetzt fehlt nur noch, dass festgestellt wird, dass man ein BIP-Ziel erreichen muss!

  • "Stellenstreichungen und Rechtsstreitigkeiten kosten der Citigroup Geld – aber nicht den Gewinn"
    ...Geld des Steuerzahlers.(V)erbrechen!

  • ALS GREENSPAN NOCH IN AMT UND WÜRDE WAR.

    Für die gesamte Kaste an Bank-Managern in Übersee wie in Europa gibt es einen bedeutsamen Tag: 9/10.
    Es ist der Vortag, an dem die radikalste Vorstellung gegen exorbitant jährliche an Irrwitz grenzende Gehaltserhöhungen ohne jegliche Kritik blieb. Erfolg zählte alles! Dabei wissen es doch eigentlich alle: Es ist das Phänomen größtmöglichen Gewinns in kürzester Zeit.
    KOSTE ES, WAS ES WOLLE! - Und damit: Gegen jede Rationalität. Und frei von staatlicher Verantwortung.
    Greenspan gab es in Auftrag: Eine Untersuchung, die nachwies, daß der Anschlag 9/11 eine begründbare Ursache auch(!) in den bis an Irrwitz grenzend jährliche erhöhte Gehälter und Boni dieser machtmißbrauchenden Klique eine Ursache sah, weil sie mit den islamischen Grundsätzen menschlichen Daseins nicht mehr konform waren, ach was sage ich da, sind!
    UND DIES SAGE ICH ALS PAZIFIST UND CHRIST!

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