Bilanzzahlen
Provinzial Nordwest nimmt mehr Beitragsgelder ein

Positive Bilanz für den scheidenden Chef Ulrich Rüther: Der Versicherungskonzern Provinzial Nordwest kann steigende Beitragseinnahmen verzeichnen – die Gewinne stagnieren allerdings.
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DüsseldorfDer einst von der Allianz umworbene Versicherer Provinzial Nordwest hat unter seinem scheidenden Chef Ulrich Rüther im vergangenen Jahr steigende Beitragseinnahmen und stagnierende Gewinne verzeichnet. Der Jahresüberschuss habe bei 130 (Vorjahr: 136) Millionen Euro gelegen, teilte die Provinzial Nordwest am Donnerstag in Münster mit. Die Beitragseinnahmen seien um 6,7 Prozent auf rund 3,2 Milliarden Euro geklettert. Für die Kapitalanlagen in einer Höhe von über 21 Milliarden Euro erreichte der Versicherer eine Nettoverzinsung von rund 4,2 Prozent. Der Sparkassenversicherer war zuletzt in die Schlagzeilen geraten: Gespräche über eine Fusion waren gescheitert, außerdem muss Unternehmenschef Rüther nach einer bizarren Affäre seinen Hut nehmen.

Der Provinzial-Aufsichtsrat hatte am Dienstag beschlossen, Rüthers zum Jahresende auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern. Rüther war im Dezember 2012 bundesweit in die Schlagzeilen geraten, als er den Angriff eines Unbekannten auf sich erfunden hatte.

Über die Zukunft des Versicherers war zuletzt immer wieder heiß diskutiert worden. Ein Anlauf für eine Fusion mit der Provinzial Rheinland war unter anderem am Widerstand eines der Eigner der Provinzial Nordwest gescheitert. Ausgelöst wurden die Diskussionen über eine Provinzial-Fusion durch die Allianz. Der Münchener Versicherungskonzern hatte Ende 2012 seine Fühler nach Provinzial Nordwest ausgestreckt. Die meisten Sparkassen wollen aber mit aller Kraft verhindern, dass ein privates Unternehmen in die Phalanx der Sparkassen-Versicherer einbricht.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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