Blockchain

Bundesbank übt für später

Die Bundesbank und die Deutsche Börse erproben die Verschlüsselungstechnologie Blockchain. Noch aber steht ihr Projekt mit digitalen Wertpapieren ganz am Anfang. Vor allem die Bundesbank will experimentieren.
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Die Bundesbank (vorne) will lernen, wie sie mit der Blockchain-Technologie umgehen muss, und startete ein Forschungsprojekt mit der Deutschen Börse. Die Europäische Zentralbank (EZB) ist darüber informiert. Quelle: dpa
Bundesbank

Die Bundesbank (vorne) will lernen, wie sie mit der Blockchain-Technologie umgehen muss, und startete ein Forschungsprojekt mit der Deutschen Börse. Die Europäische Zentralbank (EZB) ist darüber informiert.

(Foto: dpa)

Frankfurt Manchmal muss auch die Deutsche Bundesbank ganz klein anfangen. Selbst wenn sie mit der Deutschen Börse, immerhin einem Dax-Konzern, zusammenarbeitet. Denn Börse und Bundesbank proben derzeit gemeinsam den Umgang mit der neuen digitalen Technologie Blockchain. Dafür haben sie einen Blockchain-Prototypen für die Abwicklung von Wertpapieren entwickelt.

„Eine neue Technologie versteht man am besten, wenn man mit ihr experimentiert“, sagt Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele bei der Vorstellung des Projekts. Der Prototyp sei noch weit von einem realen Einsatz entfernt. „Wir müssen verstehen, welche Chancen und Risiken die Technologie bietet.“

So gefährlich sind die größten Banken der Welt
Klasse 1 – UBS, Santander, Royal Bank of Scotland
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Der Finanzstabilitätsrat teilt die Banken in fünf Klassen ein. In der ersten Klasse befinden sich laut der vorgesellten Liste 17 Banken, die nicht als besonders systemrelevant gelten – das ist eine weniger als im Vorjahr. Diese Banken müssen ein Prozent mehr Kapital zusätzlich zu der erforderlichen Eigenkapitalquote vorhalten. Unter diesen für das System vergleichsweise nicht besonders gefährlichen Banken befinden sich zum Beispiel die Schweizer Großbank UBS, die Société Générale, die Santander, ING Bank, die Royal Bank of Scotland und Bank Morgan Stanley.

Klasse 1 – Standard Chartered
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Welche Konsequenzen der Brexit für die britische Standard Chartered haben wird, ist noch nicht absehbar. Die Bank belegt wie im Vorjahr einen Platz in Klasse 1, die einen Kapitalaufschlag von einem Prozent voraussetzt.

Neu in Klasse 1: Die Credit Suisse.
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Neu in der Klasse 1 ist die US-Bank Credit Suisse, die im Vorjahr noch mehr Kapital vorhalten musste. Jetzt beträgt dieser Zuschlag für das Schweizer Geldhaus nur noch ein Prozent. Sie hat aus Sicht der Regulierer an Relevanz verloren.

Klasse 2 – Barclays
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James Staley, seit Dezember 2015 Chef der britischen Bank Barclays, konnte die Risikoeinstufung des Geldhauses reduzieren. Barclays gehört, wie auch 2016 schon, nur noch der Klasse zwei an. Dort ist ein Kapitalzuschlag von 1,5 Prozent erforderlich.

Klasse 2 – Wells Fargo
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Wells Fargo spielt mit Barclays in einer Liga. Beide gehörten Klasse 2 an, was einen Kapitalzuschlag von 1,5 Prozent bedeutet.

Klasse 2 – Goldman Sachs
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Auch die amerikanische Investmentbank Goldman Sachs wird als „systemisch“ eingestuft, sie muss 1,5 Prozent Kapitalzuschlag vorhalten.

Klasse 2 – Industrial and Commercial Bank of China
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Für genauso systemrelevant halten die Regulierer die Industrial and Commercial Bank of China. Aufschlag auch hier: 1,5 Prozent.

Die neue Verschlüsselungstechnologie Blockchain ist in der Finanzindustrie derzeit in aller Munde. Aktien- und Anleihegeschäfte könnten damit direkt zwischen Käufer und Verkäufer abgewickelt werden – schneller und für die Institute günstiger als bisher. Die Technologie wird unter anderem von der Cyber-Währung Bitcoin genutzt.

Blockchain ist eine auf dem Internet basierende Software, bei der alle Beteiligten automatisch identische Datensätze bekommen, die nachträglich nicht mehr geändert werden können. Sie verspricht hohe Kostenvorteile gegenüber eigenen Datennetzen, wie etwa Swift im Zahlungsverkehr, die unabhängig vom Internet betrieben werden. Und sie gilt als manipulationssicher.

40 Mitarbeiter beteiligt
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2 Kommentare zu "Blockchain : Bundesbank übt für später"

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  • "Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

    @ Herr Hoffmann

    ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
    Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

    @Porters

    VIELEN DANK Herr Porters,
    es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
    Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
    Schön das Sie das zu schätzen wissen.

    Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
    Paff, von Horn, Trautmann, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso, Mücke....

    ohne sie wäre ich hier sehr einsam !
    Danke

  • Bitcoin und Blockchain gibt es schon seit ein paar Jahren und andere Institute bieten bereits erste Produkte an und es gibt die OpenSoure Plattform Corda die viele Banken mitentwickelt haben. Wäre es nicht besser da einfach mit zumachen einstatt wieder sone Luftnummer wie PayDirect zuerfinden?

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