BNP Paribas: Märkte strafen BNP ab

BNP Paribas
Märkte strafen BNP ab

Die Märkte haben negativ auf die Offerte der französischen BNP Paribas für die italienische Banca Nazionale del Lavoro (BNL) reagiert. Analysten kritisieren den hohen Preis, den die französische Bank für BNL zahlen will. Die Kapitalerhöhung schreckt die Investoren ab.

MAILAND/PARIS. Die BNP-Aktie war mit einem Minus von gut 2,3 Prozent der Tagesverlierer im Leitindex CAC 40. Auch die BNL-Aktie verlor gestern mehr als 2,6 Prozent und näherte sich damit dem Preis der französischen Offerte von 2,925 Euro. Gewinner war dagegen Unipol. Der italienische Versicherer musste wegen eines Verbots durch die Finanzaufsicht die BNL-Übernahmepläne aufgeben und hatte BNL-Anteile an die Franzosen verkauft.

Am Wochenende hatte die französische Großbank angekündigt, für neun Mrd. Euro die sechstgrößte italienische Bank BNL in einer freundlichen Übernahme kaufen zu wollen. Allgemein wird der gebotene Preis als recht hoch kritisiert. Die meisten Analysten loben jedoch den strategischen Sinn der Operation, doch es gab auch Kritik.

Manuela Meroni von der italienischen Investmentbank Caboto hält den Kauf für sinnvoll, da BNP sich mit einem Schlag den Zugang zu drei Millionen Privatkunden in Italien sichert. Dass der Wert der BNL-Aktie verliert, liege daran, „dass viele Investoren auf ein zweites Tauschangebot der spanischen BBVA gesetzt hatten, das höher gewesen wäre“. Die Spanier hatten BNL bereits 2005 übernehmen wollen, waren aber an dem Gegenangebot von Unipol gescheitert.

Die negative Kursreaktion der BNP-Aktie erklären Analysten damit, dass die Franzosen den Kauf zum Teil über eine Kapitalerhöhung finanzieren wollen. „Der Markt braucht Zeit, die Kapitalerhöhung zu verdauen, und wartet auf die Zustimmung der Regulierungsbehörden“, kommentierte Dresdner Kleinwort Wasserstein.

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