BNP Paribas
Nettogewinn bricht um mehr als die Hälfte ein

Wegen hoher Abschreibungen auf das Italien-Geschäft ist der Nettogewinn der französischen Großbank BNP Paribas um mehr als die Hälfte eingebrochen. Nun will die Bank sparen.

Die französische Großbank BNP Paribas will ihr Investmentbanking in den nächsten Jahren noch stärker zurückfahren. Die Kosten in dem Bereich sollen bis 2019 um zwölf Prozent reduziert werden, wie das Kreditinstitut am Freitag mitteilte. Weil Banken als Lehre aus der Finanzkrise strengere Vorgaben der Aufsichtsbehörden erfüllen müssen, sparen viele Anbieter im vergleichsweise riskanten Investmentbanking, in dem viel Kapital als Puffer gegen mögliche Verluste gebunden wird. Auch die Deutsche Bank, Credit Suisse und die britische Barclays haben sich hier eine Schrumpfkur verordnet.

Im vierten Quartal brach der Nettogewinn der Franzosen um mehr als die Hälfte auf 665 Millionen Euro ein. Hauptgrund war eine 900 Millionen Euro schwere Abschreibung auf das Italien-Geschäft. Trotzdem wurden die Analystenerwartungen noch deutlich übertroffen.

An der Pariser Börse verteuerten sich BNP-Aktien daraufhin um 5,5 Prozent auf 43,20 Euro. "Die Zahlen sind nicht gerade großartig, aber immer noch besser als bei UBS und Credit Suisse die Woche", sagte Investment-Experte Francois Savary vom Finanzdienstleister Prime Partners. Die Deutsche Bank hatte zuletzt ebenso wie Credit Suisse für das Gesamtjahr 2015 tiefrote Zahlen gemeldet.

Insidern zufolge bereitete BNP Paribas zuletzt den Börsengang der US-Tochter First Hawaiian vor. Der Societe-Generale -Rivale will damit sein Kapitalpolster aufstocken und hofft auf eine Bewertung der Tochter in Höhe von vier bis fünf Milliarden Dollar. Nun teilte BNP aber mit, den Börsengang womöglich auf Eis zu legen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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