Börsen-Chef Kengeter
Staatsanwaltschaft will 500.000 Euro

Marktmanipulation und Insiderhandel: So lautet die Anklage gegen den Deutsche-Börse-Chef Carsten Kengeter. Nun wurde von der zuständige Staatsanwaltschaft bei Gericht eine Einstellung des Ermittlungsverfahrens beantragt.
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FrankfurtDie Staatsanwaltschaft Frankfurt fordert von Deutsche-Börse-Chef Carsten Kengeter 500.000 Euro für die Einstellung des Insiderverfahrens gegen ihn. Das bestätigte der Vizepräsident des Amtsgerichts Frankfurt, Frank Richter, der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch. Das Gericht muss in der Affäre um Insiderhandel und Marktmanipulation einem Deal der Börse mit der Staatsanwaltschaft zustimmen. Richter rechnet „in den nächsten Wochen“ mit einer Entscheidung. Dies und die Höhe der Geldauflage hatte er zuerst der „Wirtschaftswoche“ bestätigt. Die Börse wollte sich nicht äußern.

Stimmt das Gericht nicht zu, müsse die Behörde eine andere Möglichkeit finden, das Verfahren zu beenden, sagte Richter. Auch eine Anklage gegen Kengeter deshalb sei immer noch denkbar. Richter bestätigte den Eingang der Akte, zu der ebenso zwei Bußgeldverfahren gegen das Unternehmen Deutsche Börse gehören. Diese beiden Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten will die Staatsanwaltschaft Frankfurt gegen eine Zahlung von insgesamt 10,5 Millionen Euro einstellen.

Das Gericht will nach Richters Worten vor seiner Entscheidung zunächst eine Stellungnahme der Finanzaufsicht BaFin einholen. Die Behörde wollte sich dazu nicht äußern. Die BaFin und die hessische Börsenaufsicht prüfen in dem Verfahren nach wie vor die Vertrauenswürdigkeit des Vorstands der Börse. Bis wann sie darüber entscheiden, ist derzeit völlig offen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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