Börsengang
Talanx hält Umfeld für günstig

Die drittgrößte deutsche Versicherungsgruppe Talanx konnte trotz der enormen Schadenbelastungen vor allem durch die Japan-Katastrophe 2011 einen kräftigen Gewinnsprung verbuchen.
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HannoverDie Ergebnisse aus der Erstversicherung hätten die Belastungen in der Schaden-Rückversicherung ausgleichen können, sagte Vorstandschef Herbert Haas am Donnerstag in Hannover. Außerdem hätten Steuereffekte und die Auflösung von Rückstellungen das Ergebnis positiv beeinflusst.

Unterm Strich standen 520 Millionen Euro Gewinn, nach 216 Millionen im Vorjahr. Das Betriebsergebnis Ebit stieg um knapp 21 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro, die Beitragseinnahmen nahmen um 3,6 Prozent auf 23,7 Milliarden Euro zu. Zum Ausblick für das laufenden Jahr machte Haas zunächst wenig konkrete Angaben. Talanx wolle die Beitragseinnahmen weiter steigern und das Ergebnis durch Einsparungen in Folge des nun abgeschlossenen Konzernumbaus weiter verbessern.

Talanx-Chef Herbert Haas hält das Marktumfeld für den lange avisierten Börsengang der Gesellschaft derzeit für günstig, will sich auf einen Zeitpunkt aber noch nicht festlegen. Die Perspektiven in den meisten Sektoren der Branche zeigten nach oben. Dennoch halte sich die Talanx bezüglich des Gangs aufs Parkett alle Optionen offen, sagte Haas am Donnerstag in Hannover. „Es kann durchaus sein - obwohl die Zeichen derzeit auf Grün stehen - dass wir sie im Laufe des Jahres nochmals auf Rot stellen.“ Zu allen Details wollte sich Haas nicht äußern.

In den vergangenen Tagen hatte es vermehrt Spekulationen darüber gegeben, dass Talanx noch in diesem Jahr an die Börse gehen wolle. Darüber wird bereits seit Jahren diskutiert, mit Blick auf ein ungünstiges Kapitalmarktumfeld für die Branche war das Projekt aber immer wieder aufgeschoben worden.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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