Bond-Tilgung: Allianz senkt Münchener-Rück-Anteil

Bond-Tilgung
Allianz senkt Münchener-Rück-Anteil

Für die Rückzahlung einer Wandelanleihe nutzt Deutschlands größter Finanzkonzern Allianz Aktien der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft. Damit geht der Beteiligungsabbau der Allianz weiter.

HB FRANKFURT. Die Allianz teilte am Freitag mit, sie werde die im kommenden Monat fällige letzte Tranche ihrer milliardenschweren Wandelanleihe „Miles“ mit Aktien der Münchener Rück zurückzahlen. Ihr Anteil an dem über lange Jahre eng verbundenen Unternehmen werde dadurch auf rund zehn von 12,5 % sinken.

Die Allianz-Aktie stieg nach der Ankündigung um bis zu drei Prozent. Bankenkreise werteten die Transaktion, deren genaue Bedingungen vom Dax-Stand und dem Kurs der Münchener-Rück-Aktie abhängen, als lohnendes Geschäft für die Allianz. „Das ist ein sehr guter Deal“, hieß es.

Eine Sprecherin der Allianz sagte, der Schritt stehe im Einklang mit der Strategie der Gruppe, ihren Anteil an der Münchener Rück zu reduzieren. Nach den Bedingungen der Anleihe hätte der Konzern die Rückzahlung auch nutzen können, um seine Industriebeteiligungen an Eon oder BASF nutzen. An diesen beiden Firmen hält die Allianz seit dem vergangenen Jahr noch rund vier Prozent.

Analysten gehen davon aus, dass die Allianz ihr weit verzweigtes Netz von Industrie- und Finanzbeteiligungen im Zuge der Börsenerholung weiter abbaut, um weniger abhängig von Aktienmarktschwankungen zu sein. In den vergangenen Jahren hatte der Konzern Mrd. auf kursschwache Wertpapiere in seiner Bilanz abschreiben müssen.

Die Allianz-Aktien legten bis zum Nachmittag um 2,8 % auf 108,80 € zu. Münchener Rück verteuerten sich um 2,4 % auf 98,31 €, was Händler mit Fusionsgerüchten im Bankensektor erklärten. Die Münchener Rück hält rund 25 % an der HVB Group, die im Zentrum von Übernahme- und Fusionsgerüchten steht.

Die 2001 begebene Anleihe wird am 20. Februar fällig. Im vergangenen Juli hatte die Allianz rund die Hälfte des Bonds vor Fälligkeit mit 5,5 Mill. Aktien der Münchener Rück zurückgezahlt. Die Allianz und die Münchener Rück hatten im vergangenen Jahr begonnen, ihre Überkreuz-Beteiligungen abzubauen, um weniger anfällig für Schwankungen am Aktienmarkt zu werden.

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