Boni in den deutschen Banken
So viele Banker schöpfen das Maximum aus

Laut einer Studie schöpfen fast 3400 Banker in Deutschland die Maximalmöglichkeiten aus, die ihnen die neuen EU-Obergrenzen für Bonuszahlungen bieten. Nur die Briten sind noch gieriger.

LondonDie absolute Zahl erscheint zunächst vergleichsweise hoch: Fast 3.400 Banker kommen in Deutschland in den Genuss der höchsten Boni, die innerhalb der Europäischen Union noch möglich sind. Das geht aus einer neuen Studie hervor, die die Europäische Bankenaufsicht Eba jetzt vorgelegt hat. Im besten Fall dürfen die erfolgsabhängigen Prämien doppelt so hoch wie das Festgehalt ausfallen.

Nur in Großbritannien gibt es mehr Banker, die das Maximum ausschöpfen. Es sind laut Eba genau 6.441. Auf der Insel lebt damit fast die Hälfte aller Topmanager in der europäischen Bankenbranche, die Prämien auf dem höchsten noch zulässigen Niveau kassieren.

Setzt man diese Zahl allerdings ins Verhältnis zu der Gesamtzahl der Banker, die grundsätzlich für solche Boni in Frage kommen, weil sie bestimmte Aufgaben und Pflichten und damit Anspruch auf variable Vergütung haben, steht Deutschland nicht mehr so weit vorne in der Rangliste. Der Anteil liegt bei rund 68 Prozent und ist damit niedriger als in Spanien, Luxemburg, Portugal und Großbritannien.

Die neuen Bonus-Vorgaben aus Brüssel gelten seit Anfang 2014. Damit will die EU verhindern, dass Banker mit exorbitanten Extra-Zahlungen zu riskanten Geschäften verleitet werden. Im Normalfall soll daher die erfolgsabhängige Prämie die Festvergütung nicht überschreiben. Nur wenn die Mehrheit der Anteilseigner zustimmt, darf der Bonus doppelt so hoch ausfallen.

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Britische Banken hadern mit der Regelung aus Brüssel

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