Boni-Sperre
Händler kehren Deutscher Bank den Rücken

Händler in Spitzenpositionen, die Unruhe stiften, werden künftig abgestraft: Die Deutsche Bank plant Boni-Streichungen – und riskiert deshalb nach einem Medienbericht eine Abwanderung von Händlern.
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BangaloreWegen der Streichung von Boni muss die Deutsche Bank einem Zeitungsbericht zufolge eine Abwanderung von Händlern hinnehmen. Die Bank plane, Händlern in Spitzenpositionen künftig keine Boni und weitere Sondervergütungen mehr zu zahlen, wenn sie „für Unruhe sorgten“ oder nicht teamfähig seien, berichtete die „Financial Times“ am Sonntag.

Daher würden Banker der Deutschen Bank den Rücken kehren und stattdessen in weniger regulierten Bereichen wie etwa bei Hedgefonds anheuern, hieß es weiter. Die Deutsche Bank war zunächst nicht zu einer Stellungnahme zu erreichen.

Deutschlands größtes Geldhaus ist in eine Reihe von Skandalen verstrickt. Die Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten dürften zum Jahresende bei etwa drei Milliarden Euro liegen, wie der Vorstand mehrfach angedeutet hat. Unter anderem steht noch eine Strafe der angelsächsischen Regulierer wegen Tricksereien bei Referenzzinsen aus.

Einzelne Händler hatten sich den Ermittlungen zufolge bei Zinsen wie Libor und Euribor abgesprochen, um Handelsgewinne einzustreichen. Wie die „Financial Times“ weiter berichtete, erwägt die britische Großbank Barclays ähnliche Schritte wie der deutsche Konkurrent. Ihr Bonus-System war als einer der entscheidenden Faktoren angeführt worden, die den Libor-Skandal auslösten. Barclays wollte sich zu dem Bericht nicht äußern.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Boni-Sperre: Händler kehren Deutscher Bank den Rücken"

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  • Als langjähriger Aktionär der DB brauchen Sie sich doch keine Vorwürfe zu machen. Sie haben doch Aufsichtsrat und Vorstand stets fürstlich bezahlt und nie aufbegehrt.

    Aufsichtsrat und Vorstand hatten doch keinen Grund Klage Ihnen gegenüber zu führen. Oder waren Sie mit deren Entlohnung nicht einverstanden?

  • wenn man sich als langjähriger Aktionär der DB ansieht was diese Bonus-Personen aus der Bank gemacht haben hat man ganz andere Gedanken als den Bonus zu streichen.

  • Sie vergessen, dass nicht nur die Händler Boni für ihre erzielten wirtschaftlichen Gewinne erhalten.

    Von diesen wirtschaftlichen Gewinnen, die übrigens von den Vorgesetzten als sogenannte Budgetvorgaben definiert werden, partizipieren nicht nur die Händler selbst sondern ein ganzer Rattenschwanz in Folge mit.

    Letztlich haben die Händler nicht nur das Ego des eigenen Vorstandes mit üppigem Gehalt sondern auch in dessen Reihe alle anderen Betriebsangehörigen zu bedienenen.

    Unterstellen Sie einmal bei Ihren Überlegungen, dass der Vorstand einem Händler etwa das 10fache von dessen Gehalt als Budgetvorgabe gibt. Das ist viel. Und Sie erkennen, was von Händlern alles erwartet wird, damit sie auch nur ein Brotkrümel vom Kuchen abbekommen.

    Schauen Sie sich einmal in den Controllingabteilungen der Banken um, die derartige Vorgaben erarbeiten.

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