Branchenbericht der Ratingagentur: S&P bleibt skeptisch für Lebensversicherer

Branchenbericht der Ratingagentur
S&P bleibt skeptisch für Lebensversicherer

Die Ratingagentur Standard & Poor rechnet mit mit weiter sinkenden Renditen für die deutschen Lebensversicherer und erwartet eine verstärkte Konsolidierung der Branche.

HB FRANKFURT. Die größten Belastungen für die Lebensversicherer seien die weiterhin niedrigen Zinsen, höhere Aufwendungen für Rentenversicherungen und anstehende steuerrechtliche Änderungen, heißt es in einem am Mittwoch in Frankfurt vorgestellten Branchenbericht von S&P.

„Das Geschäftsmodell der deutschen Lebensversicherungsbranche steht auf dem Prüfstand“, sagte Karin Clemens, Kredit-Analystin bei S&P. Die Spanne zwischen dem Garantiezins und der tatsächlichen von den Unternehmen aus den Kapitalanlagen erwirtschafteten Rendite werde angesichts des niedrigen allgemeinen Zinsniveaus immer geringer.

Dieses Problem gebe es vor allem bei alten Policen, die den Versicherten unverändert die bei Vertragsabschluss geltende Mindestverzinsung von bis zu vier Prozent garantieren. Deshalb dürften die Gewinnmargen der Lebensversicherer nach Clemens' Ansicht weiter abschmelzen. „Außerdem könnte die Wettbewerbsposition der Lebensversicherer bei langfristigen Sparprodukten ins Wanken geraten, denn die Branche hat hart damit zu kämpfen, den Versicherten auch künftig eine attraktive Verzinsung zu bieten“, fasst die S&P-Analysten die Perspektiven der Lebensversicherer zusammen.

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