Brexit-Auswirkungen
JP Morgan mietet angeblich Büros für 200 Banker in Frankfurt

Nach dem EU-Austritt von Großbritannien möchte JP Morgan seine Standorte in Frankfurt, Dublin und Luxemburg weiter ausbauen. Laut eines Insiders hat die Bank weitere Büroflächen in Frankfurt angemietet.
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FrankfurtVor dem Brexit schafft die US-Bank JP Morgan Platz für weitere Mitarbeiter in Frankfurt. Das Institut habe zusätzliche Flächen im Büro-Hochhaus Taunusturm gemietet, auf denen 200 zusätzliche Mitarbeiter unterkommen könnten, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag. Auch in den bestehenden Büroetagen sei noch Platz für weitere Banker. Der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ zufolge, die zuerst darüber berichtet hatte, könnten insgesamt bis zu 300 zusätzliche Mitarbeiter in den Taunusturm ziehen. Bislang zählt JP Morgan 450 Beschäftigte in Frankfurt. Die Bank wollte sich nicht zu den Informationen äußern.

Nach dem EU-Austritt Großbritanniens will JP Morgan Frankfurt, Dublin und Luxemburg zu sogenannten Hubs für verschiedene Geschäftsfelder ausbauen. An allen drei Standorten hat das Institut bereits Banklizenzen. Welche Aufgaben künftig in Frankfurt angesiedelt werden, sei noch nicht entschieden, sagte der Insider.

JP Morgan folgt dem Beispiel anderer US-Banken, die im Zuge des Brexit ihren Standort in Frankfurt ebenfalls ausbauen. So könnte die US-Investmentbank Goldman Sachs die Belegschaft am Main mehr als verdreifachen. Die Bank zieht vom Messeturm, wo sie bisher rund 200 Banker beschäftigt, in den neuen Marienturm, der 2019 bezugsfertig sein soll. In den oberen Stockwerken des 155 Meter hohen Turms mietet Goldman Sachs laut einem Insider rund 10.000 Quadratmeter Bürofläche, wo rund 700 Banker Platz finden würden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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