Brexit-Banken
Die verzweifelte Suche nach geeigneten Immobilien

Wegen des Brexits auf der Suche: Viele internationale Großbanken schauen sich in Frankfurt nach neuen Büros um. Sie finden aber oft nicht das geeignete Gebäude – obwohl der Leerstand vergleichsweise hoch ist.
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FrankfurtFrankfurt hat mit knapp neun Prozent zwar eine der höchsten Büro-Leerstandsquoten in deutschen Großstädten. Doch das Angebot an modernen, hochwertigen und zusammenhängenden Flächen im Bankenviertel der Main-Metropole ist knapp. Das ist das Ergebnis einer Markt-Untersuchung des Immobiliendienstleisters Savills Plc.

„Nicht zuletzt wegen des Brexit schauen sich derzeit mehrere internationale Großbanken in Frankfurt nach Büros um. Teilweise werden dabei Flächen von über 10.000 Quadratmetern nachgefragt“, sagt Benjamin Remy, der bei Savills für das Büro-Vermietungsgeschäft in Frankfurt verantwortlich ist, in einem Interview mit Bloomberg. „Bei genauerem Blick stellt sich heraus, dass es gar nicht so viele geeignete Objekte für Banken gibt.“

Erst in dieser Woche war eine hochwertige Bürofläche aus dem Angebot der Makler verschwunden. Die Bundesbank unterzeichnete einen neuen zehnjährigen Mietvertrag für 7000 Quadratmeter im Frankfurter Trianon-Hochhaus. Savills hatte bei der Untersuchung zu verfügbaren Büros im Bankenviertel große zusammenhängende Flächen berücksichtigt, die wegen des Auszugs von Alt-Mietern oder wegen eines Neubaus auf dem Markt sind.

In seiner Analyse identifiziert das Unternehmen für dieses Jahr lediglich sechs hochwertige Immobilien mit freien Flächen von mehr als 10.000 Quadratmetern, die für potenzielle Mieter zur Verfügung stehen und sich in zentraler Innenstadt-Lage befinden. Hinzu kommen drei weitere Objekte mit einem Angebot zwischen 5000 und 10.000 Quadratmetern.

Für 2018 berücksichtigt das Unternehmen drei zusätzliche Immobilien mit einem Leerstand von 8000 Quadratmetern, 11.500 Quadratmetern und 44.000 Quadratmetern. Erst ein Jahr später dürften demnach drei Objekte mit verfügbaren Flächen von fast 100.000 Quadratmetern hinzukommen.

Remy sagt: „Wenn man die Anzahl der Gesuche analysiert und bedenkt, dass es eher unwahrscheinlich ist, dass zwei Großbanken in ein und dasselbe Gebäude ziehen und über welche Bezugszeitpunkte gegenwärtig gesprochen wird, dann ist die Auswahl in Frankfurt durchaus begrenzt.“

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