Brexit-Hängepartie
Auslands-Banker wollen nach Hause

Citigroup, Goldman Sachs und HSBC: Ausländische Angestellte großer Banken in London fordern, in ihre Heimatländer zurückversetzt zu werden. Der Grund ist einfach: Die Topbanker sind des Wartens auf den Brexit leid.
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LondonWeil sie nach Monaten des Wartens keine Lust mehr auf Spekulationen haben, ob ihr Job gestrichen oder verlegt wird, ergreifen ausländische Mitarbeiter der größten Banken in London selbst die Initiative: Sie bitten darum, wieder in ihre Heimatländer versetzt zu werden. Das meldet die Nachrichtenagentur Bloomberg mit Bezug auf Insider.

Angestellte der Großbanken Citigroup, Goldman Sachs und HSBC haben sich demnach freiwillig dazu bereiterklärt, in ihre Heimatländer innerhalb der Europäischen Union zurückzukehren, sollte ihr Arbeitgeber nach dem Brexit Mitarbeiter verlagern müssen.

Bei der französischen Bank Société Générale sind bereits mindestens zwei Händler nach Frankreich und Italien zurückgekehrt, heißt es. Sie erwarten demnach, dass die Bank damit beginnt, ihre in London arbeitenden Kollegen über den Kontinent hinweg umzuverteilen. Einige global tätige Banken haben bereits damit begonnen, einen Teil der in London angesiedelten Geschäftsbereiche zu bestehenden Finanzzentren innerhalb der EU zu verlagern, etwa nach Dublin, Paris oder Frankfurt. Am vergangenen Mittwoch hatte Großbritannien den formalen Prozess für den Austritt aus der EU ausgelöst.

Offenbar stellen sich viele Finanzfirmen auf einen sogenannten harten Brexit ein. Das würde bedeuten, dass sie das Recht verlieren, von London aus die gesamte EU mit Finanzdienstleistungen zu versorgen. Um dem zuvor zu kommen, bemühen sich die Institute darum, funktionierende Niederlassungen innerhalb der EU aufzubauen, – und das, bevor die zweijährigen Verhandlungen zwischen Großbritannien und Brüssel abgelaufen sind. HSBC zum Beispiel will laut Insiderkreisen bis zu 1000 Händler von London nach Paris verlagern.

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London könnte 10.000 Banker verlieren

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