Brief an Aufsichtsratschef Breuer – Frankfurter legen Rekordergebnis vor: Hedge-Fonds wehren sich gegen die Übernahmepläne der Deutschen Börse

Brief an Aufsichtsratschef Breuer – Frankfurter legen Rekordergebnis vor
Hedge-Fonds wehren sich gegen die Übernahmepläne der Deutschen Börse

Der Widerstand gegen die geplante Übernahme der London Stock Exchange (LSE) durch die Deutsche Börse wächst. In einem Brief an Rolf-E. Breuer, den Aufsichtsratschef der Deutschen Börse, forderte der britische Hedge-Fonds TCI gestern, die Zahl der gegen die Übernahmepläne opponierenden Aktionäre zu veröffentlichen.

fs/jmü LONDON/FRANKFURT/M. Ferner will TCI-Chef Christopher Hohn die Zahl der Aktionäre wissen, die eine Abstimmung fordern. Die Deutsche Börse wollte die Forderungen gestern nicht kommentieren.

Das Unternehmen liefert sich derzeit mit der Vierländerbörse Euronext einen Bieterkampf um die LSE. Börsenchef Werner Seifert hat bislang umgerechnet knapp zwei Mrd. Euro geboten. Aktionäre wie TCI, die diesen Preis für zu hoch halten, fürchten im Laufe des Kampfes noch höhere Gebote. Sie fordern die Börse auf, eigene Aktien zurück zu kaufen anstatt die LSE zu übernehmen. Zu den größten Gegnern eines Zukaufs ern gehören TCI und Atticus Capital, die beide rund fünf Prozent der Aktien halten. Auch der Hedge-Fonds Harris Associates und der Versicherer Standard Life haben öffentlich eine Abstimmung gefordert. Zu den skeptischen Großaktionären zählen ferner die Investmentbank Merrill Lynch und die Fondsgesellschaft Capital.

Der Anteil der Übernahme-Gegner am Aktienkapital der Deutschen Börse liegt offenbar bei rund 35 Prozent. Dem deutschem Aktienrecht zufolge muss die Deutsche Börse vor einer Übernahme ihre Anteilseigner aber nicht befragen. Breuer musste jedoch schon in einem Telefonanruf am 10. Februar aufgeregte Aktionäre beruhigen.

Positive Nachrichten für die Aktionäre gab es gestern nach Börsenschluss. Wie die Deutsche Börse mitteilte, hat sie das Geschäftsjahr 2004 mit einem Rekordergebnis abgeschlossen. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg um 6,1 Mill. Euro auf 458,7 Mill. Euro. Der Umsatz lag bei 1,45 Mrd. Euro, nach 1,42 Mrd. Euro im Vorjahr.

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