Britische Bank
Standard Chartered fährt erneut Rekordgewinn ein

Standard Chartered erzielt trotz einer hohen Strafzahlung an die US-Behörden den zehnten Rekordgewinn in Folge. Seit vielen Jahren profitiert die Bank von hohen Wachstumsraten in Asien, mittlerweile auch in Afrika.
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LondonDie britische Großbank Standard Chartered hat trotz einer hohen Strafzahlung nach gerügten Iran-Geschäften den zehnten Rekordgewinn in Folge eingefahren. Das Vorsteuerergebnis sei 2012 um ein Prozent auf 6,9 Milliarden Dollar geklettert, teilte das Londoner Kreditinstitut am Dienstag mit. Seit Jahren profitiert die Bank von hohen Wachstumsraten in Asien, mittlerweile aber auch in Afrika. Die Aktionäre erhalten zehn Prozent mehr Dividende. An der Börse verteuerten sich StanChart-Aktien daraufhin um knapp drei Prozent.

Auf das Jahresergebnis drückte ein Bußgeld von 667 Millionen Dollar, das die Bank für einen Vergleich mit den US-Behörden zahlen musste. Dem Geldhaus war vorgeworfen worden, über Jahre gegen die Iran-Sanktionen der USA verstoßen zu haben. Künftig wird sich zudem die schärfere Regulierung der Branche negativ auswirken.

Das werde sich mit über 500 Millionen Dollar pro Jahr niederschlagen, hieß es. Die schärferen Vorschriften sollen die Branche wetterfester machen, damit es nicht wieder zu einer Finanzkrise wie 2008 kommt. Viele Institute haben schon gewarnt, künftig mit geringeren Renditen zu rechnen und in manchen Fällen auch bei der Kreditvergabe restriktiver zu sein. Allerdings haben nur wenige Häuser ihre eigenen Lasten daraus beziffert.

StanChart teilte zudem mit, die in Europa geplante Begrenzung der Banker-Boni werde momentan geprüft. Auf die Frage, ob die Bank deswegen dem Finanzplatz London den Rücken kehren könnte, sagte Firmenchef Peter Sands, es sei noch zu früh, um Schlüsse daraus zu ziehen. Für 2012 wurde - wie bei vielen anderen Banken auch - der Bonus-Pool um sieben Prozent auf 1,43 Milliarden Dollar gekürzt. Darin spiegelt sich auch die Strafe für die Iran-Geschäfte wider. Der Bonus für den langjährigen Bankchef Sands, einen früheren McKinsey-Berater, summiert sich auf 3,15 Millionen Dollar - ein Zehntel weniger als im Jahr zuvor.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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