Britische Großbank: Barclays produziert weniger Einkommensmillionäre

Britische Großbank
Barclays produziert weniger Einkommensmillionäre

Das Jahr war hart, die Zeiten der Großzügigkeit sind vorbei: Die britische Barclays zahlt weniger ihrer Angestellten ein Gehalt von einer Million Pfund oder mehr. Nur die Hälfte der Investmentbanker bekam einen Bonus.
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LondonDie Zahl der Einkommensmillionäre bei der britischen Großbank Barclays ist im skandalträchtigen vergangenen Jahr zurückgegangen. Wie das Finanzinstitut am Freitag mitteilte, erhielten nur noch 428 Banker eine Million Pfund oder mehr. 2011 waren es noch 473 Mitarbeiter gewesen. Barclays hat ein schwieriges Jahr hinter sich.

Ein Zinsskandal brachte die Bank in Verruf, der langjährige Chef Bob Diamond musste gehen. Nachfolger Antony Jenkins versprach einen Kulturwandel und kündigte einen umfassenden Stellenabbau an. Dem Geldhaus macht auch die Affäre um teure Restschuldversicherungen zu schaffen, die es jahrelang an Privatkunden verkaufte, die diese eigentlich nicht brauchten.

Derzeit arbeiten rund 145.000 Menschen für Barclays. Davon verdienten im vergangenen Jahr fünf Angestellte mehr als fünf Millionen Pfund. Zu diesen gehörte allerdings nicht Jenkins, der 2,6 Millionen Pfund erhielt. 50 Barclays-Mitarbeiter bekamen 2012 zwischen 2,5 und 5,0 Millionen Pfund. Insgesamt wurden 1,85 Milliarden Pfund an Boni gezahlt, 14 Prozent weniger als im Vorjahr. Nach Barclays-Angaben erhielt fast die Hälfte der Investmentbanker keinen Zuschlag. Jenkins kündigte im vergangenen Monat an, auf seinen Bonus zu verzichten.

Bei der teilverstaatlichten Royal Bank of Scotland lag die Zahl der Einkommensmillionäre lediglich bei 93. Momentan gehören 82 Prozent der Anteile der britischen Regierung, die die Bank 2008 auf dem Höhepunkt der Finanzkrise mit über 45 Milliarden Pfund stabilisieren musste. Bei der RBS arbeiten ebenfalls rund 145.000 Menschen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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