Britische Großbank
RBS gesteht Verwicklung in Libor-Skandal

Wie hoch die Strafe ausfallen wird, ist noch unklar. Aber sie wird saftig sein. Davon geht die Royal Bank of Scotland aus. Stephen Hester räumt ein, dass die Bank an der Manipulation der Libor-Zinssätze beteiligt war.
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LondonDie großteils verstaatlichte britische Großbank RBS rechnet mit einer saftigen Strafe im Skandal um manipulierte Libor-Zinssätze. Die Royal Bank of Scotland sei Gegenstand von Untersuchungen der britischen Finanzaufsicht FSA, sagte RBS-Vorstandschef Stephen Hester am Montag der Zeitung "The Guardian". "RBS ist eine der Banken, die im Libor-Skandal gefangen sind", sagte Hester. Er gab aber keine Prognosen ab, wie hoch die Strafe ausfallen könnte.

RBS-Konkurrent Barclays hatte 290 Millionen Pfund an die Finanzaufsichtsbehörden in den USA und Großbritannien sowie an das US-Justizministerium zahlen müssen. Händler der Bank hatten in den Jahren 2005 bis 2009 nachweislich zu niedrigen Zinssätze zur Ermittlung des Libor-Satzes gemeldet.

Der Libor gibt an, zu welchen Konditionen sich Banken gegenseitig Geld leihen. Darüber hinaus wird er als Referenzzins für diverse Geldgeschäfte herangezogen. Er wird aus einem Durchschnitt der gemeldeten Sätze von 18 Banken ermittelt. Die Behörden gehen davon aus, dass Barclays bei der Manipulation des Libors nicht alleine gehandelt hat. Auch die Deutsche Bank ist im Visier.

Der Chef der Bank HSBC, Stuart Gulliver, hat sich am Montag für die "Fehler der Vergangenheit" entschuldigt. Die Bank bildete Rückstellungen in Höhe von 1,5 Milliarden US-Dollar, um die Kosten für erwartete Strafen bezahlen zu können, unter anderem wegen Vorwürfen der Beihilfe zur Geldwäsche in den USA und zu Unrecht verkaufter Versicherungen und anderer Finanzprodukte.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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