Britische Großbank
RBS rutscht tiefer in die roten Zahlen

Die Royal Bank of Scotland fährt 2012 einen Verlust in Milliardenhöhe ein. Das Minus fällt sogar noch höher aus als im Vorjahr. Immerhin läuft es bei dem teilverstaatlichten Geldhaus im operativen Geschäft besser.
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LondonDie Royal Bank of Scotland (RBS) macht der Regierung Hoffnung, ihre Anteile an dem teilverstaatlichten Institut bald wieder loswerden zu können. Die Bank sei auf dem Weg der finanziellen Gesundung einen guten Schritt vorangekommen, sagte RBS-Chairman Philip Hampton. Der Punkt rücke näher, an dem die Eigentümer eine Dividende bekommen und der Staat Teile seines 82-Prozent-Pakets verkaufen könne.

Zuversichtlich stimmt das Management das Ergebnis im Tagesgeschäft. Denn der operative Gewinn legte 2012 auf 3,46 (Vorjahr: 1,82) Milliarden Pfund zu. Es ist das beste Ergebnis seit dem Höhepunkt der Finanzkrise 2008, als die Bank nur mit Steuergeldern vor dem Kollaps bewahrt werden konnte.

Insgesamt sehen die Zahlen aber noch nicht gut aus. Vor Steuern summierte sich der Verlust auf 5,16 Milliarden Pfund, nachdem 2011 schon ein Minus von 1,19 Milliarden zu Buche stand. Hier wirkte sich vor allem die bilanzielle Neubewertung der eigenen Schulden aus. Dies führte zu einer schmerzhaften Wertkorrektur von 4,6 Milliarden Pfund. An der Börse verloren RBS-Aktien mehr als drei Prozent.

Die RBS ist - wie viele andere Banken auch - in diverse Skandale verwickelt. Die Bank teilte in diesem Zusammenhang mit, weitere 450 Millionen Pfund beiseitegelegt zu haben, weil Kunden Versicherungen für Kredite und Hypotheken verkauft wurden, die sie gar nicht brauchten.

Infografik

Das Libor -System

Wie die Händler den Zinsensatz manipuliert haben sollen
( mit der Maus über die Grafik fahren)

Libor-System
Externe Broker-Firmen

Auch externe Broker Firmen lieferten dem Banken-Panel Informationen.
Laut UBS hat Hayes auch mit Mitarbeitern dieser Firmen zusammen gearbeitet.

Thomas Hayes

  • 2006-2009 bei der UBS
  • 2009-2010 bei der Citigroup

Banken

Die UBS hat den Regulierungsbehörden mitgeteilt, dass Hayes eng mit Händlern mehrerer Banken zusammengearbeitet hat, um den Libor zu beeinflussen.

Dollar-Libor-Panel

Der Dollar-Libor wird von einem Panel von 16 Banken ermittelt. Händler von 6 dieser Banken sollen bei den Libor-Manipulationen mitgewirkt haben.


Die Rückstellungen summieren sich damit mittlerweile auf 2,2 Milliarden Pfund. 1,3 Milliarden Pfund wurden bereits als Wiedergutmachung an Kunden ausgezahlt. Außerdem wurden 700 Millionen Pfund zur Seite gelegt, die ebenfalls im Zusammenhang mit Unregelmäßigkeiten im Vertrieb stehen. In diesem Fall wurden komplexe Zinsprodukte an kleine Firmen verkauft.

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Hohe Strafe wegen Libor-Skandal

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  • Ich werde einfach das Gefühl nicht los!

    Immer, wenn man schlechte Nachrichten zu Banken liest, ist die RBS dabei.

    Traurig, traurig …


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