Britischer Minister
RBS würde Schottland bei Unabhängigkeit verlassen

Im September stimmen die Schotten über ihre Unabhängigkeit ab – und nach Meinung des britischen Ministers Cable auch darüber, ob die RBS in Edinburgh bleibt. Er erwartet in dem Fall einen Umzug nach London.
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LondonSchottland verliert nach Einschätzung der britischen Regierung bei einer Unabhängigkeit wohl seine größte Bank. Die staatlich unterstützte Royal Bank of Scotland (RBS) dürfte nach London umziehen, wenn sich die Mehrheit der Schotten im September für ein Ende der 307 Jahre alten Union mit England und Wales entscheiden würde.

„Ich denke, dass man als Management der Bank die Zentrale dort haben will, wo das Institut vor einem Zusammenbruch geschützt ist“, sagte der für Unternehmen zuständige Minister Vince Cable am Mittwoch vor Abgeordneten. „Sie haben schon jetzt einen beträchtlichen Teil ihres Managements in London, und ich würde davon ausgehen, dass sie dann letztendlich zu einer Londoner Bank werden.“

Die RBS gehört zu den größten britischen Banken und hat ihre Zentrale im schottischen Edinburgh. Im Mai hatte die britische Regierung, die für ein Verbleib Schottlands im Vereinigten Königreich ist, vor den Gefahren des überdimensionierten Bankensektors in einem unabhängigen Schottland gewarnt.

Die Schotten stimmen am 18. September über die Unabhängigkeit ab. Jüngsten Umfragen zufolge sprechen sich fast 60 Prozent der Einwohner für die Allianz aus. Nur knapp 30 Prozent wollen eine Abspaltung.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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