Britischer Versicherer könnte bald zum Gang an die Börse gezwungen sein: Standard-Life-Chef Lumsden muss nach Finanz-Debakel gehen

Britischer Versicherer könnte bald zum Gang an die Börse gezwungen sein
Standard-Life-Chef Lumsden muss nach Finanz-Debakel gehen

Überraschend hat der Versicherer den Rücktritt des bisherigen Chief Executive Iain Lumsden gemeldet. An seiner Stelle rückt Sandy Crombie nach, der bisherige Chef von Standard Life Investments.

LONDON. Jahrelang hat sich Standard Life gegen einen Börsengang gewehrt und diverse Initiativen seiner Policeninhaber abgewehrt. Nun könnte der größte europäische Versicherer auf Gegenseitigkeit, bei dem die Policeninhaber Gesellschaftsanteile besitzen, zu dem Schritt gezwungen werden; denn ihm geht das Geld aus.

Am Dienstag kündigten die Schotten, die sich wegen ihrer delikaten finanziellen Position seit Wochen in Gesprächen mit der Finanzaufsicht befinden, diverse Initiativen an. Neben der geplanten Emission von 750 Mill. Pfund neuen Schuldverschreibungen und dem Verkauf eines 20 %igen Anteils der Immobiliengesellschaft Hammerson plc. im Wert von 350 Mill. Pfund nennt Standard Life auch den Börsengang (Initial Public Offering, IPO) als Möglichkeit. Überraschend meldete der Versicherer auch den Rücktritt des bisherigen Chief Executive Iain Lumsden. An seiner Stelle rückt Sandy Crombie nach, der bisherige Chef von Standard Life Investments.

Die dramatische Stellungnahme kommt nach den Entwicklungen der letzten Tage nicht überraschend. Die britische Finanzaufsicht hatte in der vorigen Woche veröffentlicht, dass sie sich mit Standard Life wegen künftiger Solvenzregeln in Diskussionen befindet. Und erst vorgestern musste die Versicherung den Handel einiger Schuldverschreibungen unterbrechen, weil die üblicherweise illiquiden Papiere zu volatil auf die Gerüchte der vergangenen Tage reagierten.

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