Brüder Strüngmann bauen Anteil aus: Südwestbank schafft Wandel zur Privatbank

Brüder Strüngmann bauen Anteil aus
Südwestbank schafft Wandel zur Privatbank

Die Südwestbank setzt ihren Wachstumskurs unter ihren neuen Eigentümern fort. Das Gewinnziel wurde zwar verfehlt, aber der Vorstand ist optimistisch. Die Brüder Strüngmann haben ihren Anteil auf über 97 Prozent aufgestockt und zählen inzwischen zu den reichsten Deutschen.

mwb STUTTGART. Die Zwillinge Andreas und Thomas Strüngmann hatten vor gut zwei Jahren überraschend für 100 Mill. Euro einen Anteil von 90 Prozent an dem bis dahin zum Genossenschaftssektor gehörenden Institut übernommen und es in eine regional tätige Privatbank umgeformt.

Die Brüder Strüngmann zählen spätestens seit dem Verkauf ihres Pharmaunternehmens Hexal für 5,6 Mrd. Euro an Novartis zu den reichsten Deutschen. Das vergleichsweise kleine Investment in die Bank wurde inzwischen aufgestockt und auch noch das 2,5-Prozent-Paket der Süddeutschen Krankenversicherung und die von der R+V Versicherung gehaltenen 3,3 Prozent übernommen. Vorstandschef Bernd Kiene bezifferte den Anteil des Großaktionärs auf „97,2 Prozent“. Die verbliebenen kleineren Anteilseigener sollen ebenfalls zum Verkauf bewegt werden.

Kiene sieht den Schwerpunkt seiner Kundschaft im Mittelstand und hier im Besonderen in der Landwirtschaft. Vor allem bei der Finanzierung von Anlagen für regenerative Energiegewinnung gebe es noch genug Wachstumschancen innerhalb Baden-Württembergs. Zu den 27 bestehenden Filialen sollen sechs weitere hinzukommen.

Das Kreditvolumen weitete die Bank um 16,6 Prozent aus, das Geschäftsvolumen insgesamt erhöhte sich um gut neun Prozent auf 4,2 Mrd. Euro. Die verwalteten Vermögen stiegen sogar um ein Viertel auf über sieben Mrd. Euro. Ob es sich dabei auch um Gelder der Eigentümer handele, sagte Kiene nicht. Die Strüngmanns würden auf Ausschüttungen verzichten, ihnen komme es vor allem auf die Steigerung des Unternehmenswertes an.

Das operative Ergebnis stieg im vergangenen Jahr um elf Prozent auf 15 Mill. Euro, der Jahresüberschuss legte um 23 Prozent auf 8,6 Mill. Euro zu. Das Gewinnziel von 15 Mill. Euro wurde verfehlt, weil laut Kiene vor allem der Zinsüberschuss um 13 Prozent auf 57 Mill. Euro zurückging. Kiene zeigte sich zuversichtlich, in diesem Jahr den Gewinn auf einen zweistelligen Millionenbetrag zu steigern und sich dem Ziel von 15 Prozent Kapitalrendite zu nähern.

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