Bundesbank-Bericht
EU-Schuldenkrise belastet Geschäftsbanken

Die wachsenden Unsicherheiten durch die Euro-Krise belasten die Ertragsaussichten der Geschäftsbanken. Laut Bundesbank müsse man damit rechnen, dass die Banken im Geschäftsjahr 2011 weniger Gewinn machen.
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Frankfurt/MainDie Staatsschuldenkrise in Europa trübt die Hoffnungen auf sprudelnde Gewinne bei deutschen Geschäftsbanken ein. Auch die wachsenden Unsicherheiten lasten auf den Ertragsaussichten, schreibt die Deutsche Bundesbank in ihrem am Montag in Frankfurt veröffentlichten Monatsbericht. Daher müsse man damit rechnen, dass die Banken im Geschäftsjahr 2011 trotz des starken Jahresbeginns weniger Gewinn machen. Von Januar bis März hätten die deutschen Bankkonzerne ihren kumulierten Quartalsgewinn vor Steuern im Vergleich zum Vorquartal noch nahezu verdreifacht.

Zwar erwarten die Währungshüter ein Plus im inländischen Kreditgeschäft infolge der guten Binnenkonjunktur. Das werde sich wegen der Staatsschuldenkrise und der damit einhergehenden gestiegenen Volatilität an den Finanzmärkten aber nur begrenzt auf das Branchenergebnis auswirken.

Nach den Angaben der Notenbank schlugen die Anspannungen an den Finanzmärkten bereits im zweiten Quartal zu Buche. Dabei dürften auch hohe Abschreibungen auf griechische Staatsanleihen eine wichtige Rolle gespielt haben. „Insgesamt reduzierte sich der aggregierte Quartalsgewinn vor Steuern im Vergleich zum Vorquartal um rund 40 Prozent.“ Da die Unsicherheit über die Entwicklung der europäischen Staatsschuldenkrise weiter wachse und die internationalen Finanzmärkten entsprechend angespannt seien, geht die Notenbank von zusätzlichen Wertminderungen im Wertpapiergeschäft aus. Das dürfte sich vor allem auf den Eigenhandel und die Liquiditätsreserve auswirken.

Nach den Berechnungen der Bundesbank hatte die deutsche Kreditwirtschaft 2010 nach zwei Verlustjahren in Folge erstmals wieder Geld verdient. Die Notenbank errechnete einen aggregierten Jahresüberschuss vor Steuern von 17,8 Milliarden Euro für die Branche. Gemessen an der längerfristigen Entwicklung der Profitabilität habe sich damit wieder eine Tendenz zur Normalisierung der Ertragslage abgezeichnet. Dabei habe sich die Lage über nahezu alle Bankengruppen hinweg kräftig verbessert. Allein die Landesbanken fuhren erneut Verluste ein, wenn auch deutlich geringere als zuvor.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Ja, und?
    Die auch, ach was für eine Neuigkeit, aber doch nicht so sehr wie den Steuerzahler, oder? Gleich einen Rettungsschirm mehr, aber schnell!

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