Bundesweit Aktionen
Postbank-Streik könnte Zahlungen verzögern

Der Warnstreik der Postbank-Angestellten könnte zu stark verspäteten Zahlungen bei anderen Banken führen. Eine Postbank-Tochter kontrolliert den Zahlungsverkehr für andere Institute. Seit 4 Uhr gibt es bundesweit Aktionen.
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BerlinAn dem bundesweiten Warnstreik bei der Postbank und ihren Tochtergesellschaften haben sich am Donnerstag rund 800 Beschäftigte der Bausparkasse BHW im niedersächsischen Hameln beteiligt. „Wir streiken gegen die Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen“, sagte der BHW-Betriebsratsvorsitzende Timo Heider in Hameln. Der Arbeitgeber plane, eine neue Kreditservice-Gesellschaft zu gründen. In diese sollten 1.250 Kollegen am Standort Hameln überführt werden.

„Insgesamt sind es 1.400 Kollegen bundesweit, die in die neue Gesellschaft sollen, zu schlechteren Arbeitsbedingungen. Dagegen wehren wir uns“, sagte Heider. Die Gewerkschaft ver.di hatte zu den Arbeitsniederlegungen aufgerufen, nachdem die Verhandlungen mit dem Unternehmen ohne Einigung geblieben waren.

Der Arbeitgeber plant im Zuge der Integration in die Deutsche Bank, die Kosten zu senken. Dazu soll zunächst im Bereich Kreditservices weniger Lohn gezahlt, der Urlaub reduziert und die Wochenarbeitszeit auf 42 Stunden verlängert werden.

Laut Heider bedeuten die Sparpläne bis zu 30 Prozent weniger Lohn für die Mitarbeiter. Der Betriebsratschef sagte, die Arbeitnehmervertreter seien weiter verhandlungsbereit. Da aber die Gespräche bisher zu keinem Ergebnis geführt hätten, seien die Warnstreiks notwendig.

Verdi plant bis Montag bundesweit Warnstreiks und Kundgebungen. „Die größte Signalwirkung ist an den Arbeitgeber Postbank, aber auch an den Großaktionär Deutsche Bank, dass die Kollegen sich das nicht gefallen lassen, dass sie nicht bereit sind, die Profite der Bank zulasten der Einkommensbedingungen der Beschäftigten zu finanzieren“, sagte Heider.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Bundesweit Aktionen: Postbank-Streik könnte Zahlungen verzögern"

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  • der streik ist wohl berechtigt, wenn aber meine mutter und andere rentner darunter leiden müssen und keine rente gut geschrieben bekommen und die pflegegelder auch nicht ankommen, was bis heute den 5.12.11 immer noch der fall ist, da hört bei mir der spaß auf. der streikzeitpunkt ist auch anlässlich des vrtrauensverlustes in die banken an sich, verdammt schlecht gewählt.

  • Ich habe zwar Verständnis für diese Beschäftigten,nur auf der anderen Seite warten viele ARGE-Empfänger auf ihr Geld bekommen dadurch Rücklaststorno, haben keinen Cent Geld mehr zur Verfügung und sind seit 30.11. in einer beschissenen Lebenslage,daran sollten die Streikenden auch mal denken.Ich bin darüber sehr wütend,diesen Leuten wünsche ich keine frohe Weihnachten,für was auch.!!!!

  • Das Unternehmen macht mehrere Milliarden Gewinne, aber nur um das Konzern Postbank den Aktionären (die eh nur an Ihrer Gewinne denken!!) profitabler und ... zu machen, wird das auf die Schultern der Mitarbeiter abgewälzt.
    Warum werden die kürzungen bei den obersten Chef nie vollzogen?! Diese bekommen auch noch am Ende Bonuszahlungen (mehrere Millionen), weil diese die Personalkosten gesenkt haben ect.
    Es ist jedesmal das gleiche und der Staat schaut sich das ganze auch noch seelenruhig an, das sowas in Deutschland möglich ist, ist beschäment!
    Es kann einfach nicht sein, das man in den letzten Jahren nur noch Existenzängste haben muss!!
    Und die Aktionäre lachen sich einen Ast ab!!

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