CaixaBank
Aktionäre stimmen Übernahme von Banca Cívica zu

Der spanische Bankensektor erhält einen neuen Marktführer. Die Aktionäre der CaixaBank stimmten für die Übernahme des Sparkassenverbunds Banca Cívica. Der Deal soll über einen Aktientausch abgewickelt werden.
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BarcelonaMitten in ihrer Finanzkrise erhält die spanische Bankenbranche einen neuen Marktführer: Die Aktionäre der katalanischen CaixaBank stimmten am Dienstag einer Übernahme des Sparkassenverbunds Banca Cívica zu, wie aus einer Mitteilung hervorging. Zusammen verfügen die Institute demnach über mehr als 13 Millionen Kunden, rund 342 Milliarden Euro an Einlagen und etwa 231 Milliarden Euro an Krediten. Damit liegt das Bankhaus vor den Konkurrenten BBVA und Santander. Laut früheren Angaben kostet die Übernahme 977 Millionen Euro.

Die Übernahme war bereits Ende März von den Verwaltungsräten beider Banken bestätigt worden. Der Deal soll über einen Aktientausch abgewickelt werden. Durch Synergieeffekte sollen ab dem Jahr 2014 Einsparungen in Höhe von 540 Millionen Euro erzielt werden. Die Restrukturierungskosten nach der Übernahme werden auf 1,1 Milliarden Euro vor Steuern geschätzt. Die CaixaBank wurde im vergangenen Jahr beim Börsengang der Sparkasse La Caixa gegründet. Auch der Börsengang der Banca Cívica erfolgte erst im Jahr 2011.

Spaniens Bankensektor befindet sich nach dem Platzen einer Immobilienblase im Jahr 2008 in der Krise. Am Montag beantragte Spanien nach langem Zögern offiziell Finanzhilfen der Eurozone, nannte zunächst aber keine genaue Summe. Experten hatten vor wenigen Tagen einen Bedarf von bis zu 62 Milliarden Euro genannt. Die Euroländer hatten Madrid zuvor eine Unterstützung von bis zu hundert Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Nach eigenen Angaben brauchen die CaixaBank samt Banca Cívica wie auch BBVA und Santander keine Unterstützung.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " CaixaBank: Aktionäre stimmen Übernahme von Banca Cívica zu"

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  • Man fusioniere viele kleine spanische Sparkassen mit Problemen durch Kreditausfälle zu mehreren mittleren Sparkassen.

    Ergebnis: statt vieler unbedeutender Regionalinstitute hat man nun mehrere "Sparkassen-Bankkonzerne", die immer noch Probleme durch Kreditausfälle haben.

    Mist, hat nicht geklappt. Also auf ein Neues.

    Man fusioniere mittelgroße Sparkassen-Bankkonzerne und mache damit aus Ihnen Landesbanken oder sogar nationale "Champions".

    Ergebnis: Immer noch Probleme durch Kreditausfälle? Nein, denn nun sind sie ja systemrelevant (Neudeutsch "too-big-to-fail")und müssen gerettet werden. Da Spanien es nicht mehr aus eigener Kraft kann, macht es halt die EU.

    Wunderbar, Problem gelöst !

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