Chinesischer Versicherer
Anbang will Deutsche Pfandbriefbank kaufen

Mehrere Investoren haben bereits Interesse an der Deutschen Pfandbriefbank angemeldet. Nun will offenbar ein chinesischer Versicherer die Spezialbank kaufen. Es geht um mehr als eine Milliarde Euro.
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MünchenDer Bieterprozess für die Kernbank der verstaatlichten Immobilienbank Hypo Real Estate kommt auf die Zielgerade. Derzeit werden dem Vernehmen nach die finalen Angebote für die Deutsche Pfandbriefbank (pbb) erstellt, der Prozess läuft voraussichtlich bis Juni. Erst nach Bewertung der Gebote wird aber entschieden, ob es zu einem Verkauf oder doch zu einem Börsengang kommt. Ausschlaggebend dabei ist, über welchen Weg sich das bessere Ergebnis erzielen lässt. Auf die Ausschreibung hin hatten mehrere Interessenten den Finger gehoben.

Unter den Bietern soll nach einem Bericht des „Wall Street Journal“ auch der chinesische Versicherer Anbang sein. Weder die pbb noch Anbang wollten sich dazu am Freitag äußern. Die Hypo Real Estate hatte im Februar begonnen, Gebote für die Deutsche Pfandbriefbank einzuholen. Mit dem Verkauf kommt der Bund einer Auflage der EU-Kommission nach - sie hatte die Re-Privatisierung zur Bedingung nach der milliardenschweren Rettung und Verstaatlichung der Hypo Real Estate im Zuge der Finanzkrise gemacht.

Dem Bericht zufolge könnte die Deutsche Pfandbriefbank mit etwa 1,2 bis 1,8 Milliarden Euro bewertet werden. Ein Abschluss sei noch nicht ausgemacht, hieß es. Anbang befand sich zuletzt auf Einkaufstour und hat sich mehrere kleinere Institute in Europa einverleibt. So übernahm der chinesische Versicherer Ende 2014 die kleine Belgische Delta Lloyd Bank. In diesem Jahr kaufte Anbang die im Februar 2013 verstaatlichte niederländische Versicherung Vivat.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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