Citi Group und „Brexit“
Weitere US-Großbank will Londoner Standort prüfen

In einer Mail erklärt der britische Citi-Landeschef James Bardrick seinen Mitarbeitern: Ein „Brexit“ werde sich auf die Arbeit von Citi auswirken. Auch Konkurrenten wollen in dem Fall Stellen aufs Festland verlagern.

LondonIm Fall eines Ausstiegs der Briten aus der Europäischen Union (EU) könnte die US-Bank Citi einer internen Mitteilung zufolge ihr Geschäft auf das europäische Festland verlagern. Citi-Landesschef James Bardrick schrieb am Mittwoch an britische Mitarbeiter, ein „Brexit“ werde sich wahrscheinlich auf die Arbeit von Citi auswirken.

Um sich einen effizienten Zugang zu den EU-Märkten zu erhalten, müsse das Geschäft auf dem Festland gestärkt werden. Citi lehnte eine offizielle Stellungnahme zu der Mitteilung ab, über die zuerst Sky News berichtet hatte. Citi beschäftigt in Großbritannien 9000 Mitarbeiter. Die Briten stimmen am 23. Juni über ihre EU-Zukunft ab.

Gegner eines EU-Ausstiegs führen unter anderem an, dass eine Trennung von der Gemeinschaft die herausragende Position des Finanzplatzes London gefährden und zu Stellenabbau führen könnte. Erst vor wenigen Tagen hatte das US-Institut JPMorgan Chase Überlegungen publik gemacht, bei einem Brexit Arbeitsplätze von der Insel aufs Festland zu verlagern.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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