Citigroup
Milliardenverkauf von unerwünschter Kleinkredit-Sparte

Die US-Großbank Citigroup trennt sich von ihrem Geschäft mit Kleinkrediten: Die unerwünschte Sparte wurde in einem Milliarden-Verkauf abgestoßen. Nun kann sich das Geldhaus stärker auf reiche Kunden konzentrieren.
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BangaloreDie US-Großbank Citigroup stößt in einem Milliarden-Verkauf eine weitere unerwünschte Sparte ab. Für 4,25 Milliarden Dollar trennt sich das Geldhaus nach jahrelangen Bemühungen nun vom Geschäft mit Kleinkrediten, um sich künftig stärker auf reiche Kunden zu konzentrieren.

Wie das drittgrößte US-Geldhaus am Dienstag mitteilte, wird die Tochter OneMain Financial vom Unternehmen Springleaf Holdings übernommen, das ebenfalls auf Darlehen für einkommensschwache Haushalte spezialisiert ist. OneMain Financial zielt insbesondere auf Verbraucher ab, die wegen unerwarteter Ausgaben wie Arztrechnungen oder Autoreparaturen Kredite brauchen. Nach Angaben von Springleaf wird die fusionierte Gesellschaft ein Anlagevermögen von 15 Milliarden Dollar verwalten und rund 2000 Filialen in den USA betreiben.

Citigroup hatte OneMain Financial in der - während der Finanzkrise gegründeten - Dachgesellschaft Citi Holdings geparkt und wollte die Tochter bereits seit 2011 loswerden. Verkäufe scheiterten aber an unterschiedlichen Preisvorstellungen oder Finanzierungsschwierigkeiten von Interessenten. Ein Teil des Verkaufserlöses soll in die Citi Holdings fließen. Die dort gebündelten Geschäftsteile wurden bislang auf ein Volumen von 98 Milliarden von ursprünglich 875 Milliarden Dollar zurückgestutzt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Citigroup: Milliardenverkauf von unerwünschter Kleinkredit-Sparte"

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  • Wenn die damit mal nicht Baden gehen ! Die reichen Kunden wollen alle. Die Deutsche Bank hat das ja schon durch und es hat ihr geschadet.Ein gesundes Privatkundengeschäft ist, soweit ich einmal gelernt habe, einer der Stützpfeiler einer Bank.

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